Im Kurgebiet gibts ab 1.6. ein 180-Euro-Jahresparkticket

Wegen der massiven Proteste aus dem Kurgebiet korrigiert die Stadt dort ihre Parkgebührenpolitik. Wie von der Fairen Liste vorgeschlagen, wird es ab dem 1.6.2026 das Angebot eines 180-Euro-Jahrestickets geben. Bis dahin gilt die aufgrund eines Stadtratsbeschlusses zum 1.1.2026 eingeführte Parkscheinregelung. Offiziell wird dieser Kurswechsel von der Stadtverwaltung als „Pilotprojekt“ bezeichnet. Tatsächlich beugen sich Verwaltung und Stadtratsmehrheit dem Druck, den die objektiv ungerecht behandelten Einwohner*Innen erzeugt haben.

Leere Parkplätze im Kurgebiet werden ab dem 1.6.2026 der Vergangenheit angehören.

Wie wenig die neue, in der Sitzung des des Ausschusses für Stadtplanung, Bauwesen, Umwelt und Verkehr (PLUV) am gestrigen Dienstagabend (5.5.2026) vorbereitete Beschlusslage auf echter Einsicht beruht, kann man leicht daran erkennen, dass die 180-Euro-Parkticketregelung für alle anderen Bereiche, die zum 1.1.2026 erstmals parkgebührenpflichtig wurden, nicht gilt. So müssen die Anwohner*Innen etwa am Bahndamm weiterhin fünf Euro am Tag, also rund 150 Euro im Monat, bezahlen. Faktisch wurde bezogen aufs Parken eine 2-Klasssen-Gesellschaft beschlossen.

Allerdings, das hat Oberbürgermeister Emanuel Letz seit Ende vergangenen Jahres ganz offen mehrfach erklärt, wird das kein Dauerzustand bleiben. Vielmehr plant die Stadt die flächendeckende Einführung des 180-Euro-Parkticket-Modells. Und zwar sowohl dort, wo jetzt das Bewohnerparken gilt. Als auch überall sonst im Stadtgebiet. Auch in den Wohngebieten, in denen bisher eine Parkraumbewirtschaftung gar nicht stattfindet. Faktisch wird das für viele Haushalte, die bisher ihre Pkw kostenlos auf der Strasse abstellen, zu einer finanziellen Mehrbelastung führen.