Vermüllung hinter nicht weggeräumten Mülltonnen versteckt

Kreiseinheitlich .- auch in der Stadt – gilt die Bestimmung aus der Abfallsatzung: die amtlichen Mülltonnen dürfen erst kurz vor der Leerung auf die öffentliche Verkehrsfläche gestellt und müssen unverzüglich danach wieder reingeräumt werden. Ein großer Teil der Einwohner*Innen in den Wohngebieten hält sich daran. Ausgerechnet in der Innenstadt, der optischen Visitenkarte für Gäste und Touristen, ist dem nicht so.

Dort stehen überall Mülltonnen durchgängig auf Gehwegen und in Grünanlagen. Unerfreulicher Höhepunkt auch diesbezüglich ist die kleine Grünfläche in der Wilhelmstrasse im Bereich der Einmündung Müllergasse. Mehrere Abfallgefäße, die laut der Aufkleber des Abfallwirtschaftsbetriebes des Kreises (AWB) zu Grundstücken in der Seitenstrasse gehören, stehen dort seit über einer Woche. Offensichtlich als unschöner Sichtschutz, um die noch unansehlichere Sperrmüllsammlung dahinter zu verdecken.

Nachweis der Untätigkeit von Kreisverwaltung und Kreistag: an dem Missstand der bereits in der vergangenen Woche dokumentierten Fehlbefüllung der Biotonne hat sich nullkommanichts geändert. Das in der Abfallsatzung für solche Fälle vorgesehene Prozedere wurde nicht umgesetzt. So schafft der Kreis eine Zweiklassengesellschaft, fördert die Missstimmung in der Bevölkerung und spaltet die Gesellschaft.