Für den neuen Kulturdezernenten Mirko Helmut Kohl war das am gestrigen Montagnachmittag (4.5.2026) die erste Sitzung des städtischen Kulturausschusses unter seiner Leitung. Für Grit Gigga die letzte. Denn die selbstbewusste städtische Beamtin, die viele Jahre lang das Schul-, Sport- und Kulturamt der Stadt leitete, scheidet zum 30. September 2026 nach 46 Jahren aus dem Stadtdienst.

Und hat im August ihren letzten Arbeitstag. Der Kulturausschuss tagt gemäß Jahressitzungskalender vorher nicht mehr. Daher nutzte Mirko Helmut Kohl die gestrige Sitzung, um Gigga für ihre Arbeitsleistung zu danken. Kohls Vorvorvorgängerin Andrea Manz, die seit Jahren für die Grünen im Kulturausschuss mitwirkt, hielt für die ehrenamtlichen Mitglieder des Gremiums die Laudatio. Dafür und für Grit Gigga gabs viel Applaus.

Den wenigen, an den Sitzungen der städtischen Ausschüsse regelmäßig teilnehmenden Bürger*Innen und den Pressevertreter*Innen ist Grit Gigga wegen ihrer umfassenden Informationsbereitschaft in guter Erinnerung. Wenn die Vorgesetzten bei Fragen schon mal schmallippig antworteten, wurden sie von Grit Gigga immer wieder inhaltlich tiefschürfend ergänzt. Auch missverständliche oder unbeabsichtigt falsche Aussagen wurden von der Gigga regelmäßig in den Sitzungen richtig gestellt.
Was sich auf der sachbezogenen Ebene sehr positiv ausgewirkt hat. Wie wertvoll dieses Verhalten ist, kann Monat für Monat in den Stadtratssitzungen verfolgt werden. Da sitzen deutlich besser als Gigga bezahlte Amtsfrauen und -herren, die angesichts regelmäßiger Verstöße gegen die Bestimmungen der Gemeindeordnung und der Geschäftsordnung des Stadtrates stumm wie Fische unter Wasser dabei hocken, um dem Stadtvorstand gefällig zu sein.
