Gefälschte städtische Verfügung zur Sperrung des Naheuferweg-Pavillons

In der vorvergangenen Woche irritierte ein Aushang die Passanten auf dem Naheuferweg. Das mit dem Logo der Stadtverwaltung versehene Schild war mit Paketklebeband an dem nach allen Himmelsrichtungen offenen Pavillon befestigt. Und begründete ein Betretungsverbot mit dem Hinweis auf eine „extreme Schadstoffbelastung“. In bestem Bürokratendeutsch wurde weiter ausgeführt, dass „gesundheitliche Schäden sowie gesundheitliche Dauerschäden bei Benutzen / Betreten des Bauwerkes nicht auszuschließen sind“.

Das Schild trug das Datum vom 17.4.2026 und die aufgedruckte Unterschrift vom an diesem Tag noch amtierenden Ordnungsdezernenten Markus Schlosser. Auf Anfrage der tourismusbeitrag-so-nicht.de-Redaktion vom 22.4.2026 teilte die Stadtverwaltung nach Erinnerung am 30.4.2026 mit, dass dem Ordnungsamt bzw dem Kommunalen Vollzugsdienst (KVD) „von einer solchen Schadstoffbelastung nichts bekannt“ ist und Markus Schlosser am 17.4.2026 nicht mehr im Dienst war. Fazit der Stadtverwaltung:

„Wir gehen daher zum aktuellen Zeitpunkt davon aus, dass das Schild eine Fälschung ist“. Was die Frage aufwirft, welche Motivation die daran beteiligten Personen zu der schon technisch sehr aufwändigen Tat führte. Immerhin musste im Zusammenhang mit der Erstellung des Druckwerkes einiges zusammenkopiert und das Endprodukt fachgerecht laminiert werden. Richtig ist, dass es in der Vergangenheit mehrfach Beschwerden wegen einer von Nutzer*Innen des Naheuferweges ausgehenden nächtlichen Lärmbelästigung gab.