Chemikalienschutzanzug-Übung im REWE-Markt Krüger in Bosenheim

In Bad Kreuznach und Umgebung gibt es einige Gewerbe- und Industriebetriebe, bei denen im Schaden- und Brandfall die Gefahrstoffeinheit der Feuerwehr zum Einsatz kommen wird. Diese ist u.a. zuständig für Einsätze mit Gefahren durch chemische Stoffe und Materialien, Personenrettung und technische Hilfeleistung in Gegenwart von Gefahrstoffen, Messung und Nachweis von Gefahrstoffen, der Verhinderung der Ausbreitung von Gefahrstoffen durch Absichten, Auffangen oder Umfüllen und der Unterstützung bei der Brandbekämpfung von Ölschadenslagen.

Um im Ernstfall effektiv helfen zu können, ist die Arbeit im Chemikalienschutzanzug (CSA) intensiv zu üben. Die Beweglichkeit in der Schutzkleidung ist dabei ein wichtiger Aspekt. Eine diesbezügliche Abwechslung samt Motivationsförderung hatten sich die beiden Übungsleiter und Gruppenführer Florian Müller und Marcel Strehl für die Übung am gestrigen Dienstagabend (28.4.2026) um 19 Uhr ausgedacht. Diese fand während der regulären Öffnungszeit im REWE-Markt der Familie Krüger (Am Grenzgraben 8) statt.

Zwei Trupps, im CSA eigekleidet, bekamen die Aufgabe im Hauptmarkt und im Getränkemarkt die auf vorbereiteten Einkaufzetteln notierten Waren einzukaufen. Nachdem sich die Wehrleute mit einem Atemschutzgerät ausgerüstet und in die CSA´s gestiegen waren, bekamen die beiden Truppführer die Einkaufszettel in ihre Taschen gesteckt. Nur sie waren mit einem Funkgerät ausgestattet und mussten ihren Truppmännern verbal mitteilen, was genau sie einkaufen müssen (eine zu Übungszwecken erfolgte Erschwerung.

Im Echteinsatz werden immer alle unter CSA eingesetzten Wehrleute mit einem Funkgerät ausgestattet). Dann ging die Übung unter Leitung von Alexander Jodeleit (Zugführer Löschbezirk Süd) los. Ein Trupp suchte den Hauptmarkt auf, um mit zwei Einkaufskörbchen Würstchen, Brötchen, verschiedene Tüten Chips, Senf und Ketchup zu kaufen. Die Hygienevorschriften mussten beim Greifen der Brötchen mit der Zange unbedingt eingehalten werden. Daher begleitete der Marktleiter Florian Krüger den Trupp und überwachte den Einkauf.

Der zweite Trupp machte sich mit einem Einkaufswagen in den Getränkemarkt und kaufte verschiedene Getränke ein. Schon den Einkaufswagenchip in den Wagen zu stecken, war dabei die erste Herausforderung. Nachdem alle Waren eingekauft wurden, musste noch an den Kassen bezahlt werden. Mit den Einkäufen ging es dann zum von weiteren Wehrleuten aufgebauten Dekontaminationsplatz, wo die Kameraden gereinigt und entkleidet wurden. Die Übung wurde nach etwa einer Stunde beendet.

Und hatte den Teilnehmern viel Spaß und manchen Kunden ein Schmunzeln beschert. Insbesondere die Fingerfertigkeit in dem Anzug und die Kommunikation bei einem möglichen Ausfall eines Funkgerätes wurden trainiert. Nachdem alle Materialien wieder verlastet waren, ging es zurück zum Gerätehaus, wo die eingekauften Würstchen gegrillt und anschließend gegessen wurden. Die Kameraden bedankten sich bei Marktleiter Florian Krüger, der sich ebenfalls über die Abwechslung in seiner Filiale freute, dass er diese Übung ermöglicht hat.

Quelle: Alexander Jodeleit, ehrenamtlicher Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Bad Kreuznach