Wer in den vergangenen Wochen im Verkehrskreisel Mainzer Strasse auf der B 428 im Stau stand, hat beim Blick auf den erst vor kurzer Zeit neu aufgetragenen Strassenbelag möglicherweise bemerkt, was unserem Fotografen erst beim dritten oder vierten Besuch dort aufgefallen ist. Eine Art „Blasenbildung“: kleine Aufwölbungen. Sozusagen ein Asphaltpockenbefall. Der ist, das hat eine Anfrage beim Landesbetrieb Mobilität (LBM), „nicht beabsichtigt“.

Als Auftraggeber der Strassenbaumaßnahme kann der LBM aber erklären, was die Ursache ist. Im Kreisel Mainzer Strasse wurde (wie aktuell auch im Kreisel Bosenheimer Strasse) ein sogenannter Gussasphalt eingebaut. Der hält aufgrund seiner Zusammensetzung und Struktur auch größeren Beanspruchungen, wie sie in den Verkehrskreiseln durch die Kurvenbewegung der Fahrzeuge auftreten, besser stand. „Die Oberfläche eines fertigen Gussasphaltes ist mit einer „normalen“ Walzasphaltoberfläche nicht zu vergleichen“, stellt der LBM fest.

Diese in Kreiseln verbauten Oberflächen wirken demnach „aus der Nähe häufig pockennarbig und kleinteilig uneben“. Zudem hätten sich die im Dezember 2025 jahreszeitbedingt gegebenen Einbaubedingungen („es war relativ kalt und feucht, nicht optimal“), was das Aussehen der Oberfläche betrifft, zusätzlich negativ ausgewirkt. Dies habe jedoch keinen Einfluss auf den Fahrkomfort „und stellt auch zunächst keinen Mangel dar“, meint der LBM.
