Geschlossen wurde der Löwensteg bereits Ende 2024. Anfang Juni 2025 wurde er entfernt. Über die herausragende Bedeutung des Löwensteges als Verbindung zwischen Süd- und Innenstadt auch für Radfahrer*Innen wird spätestens seit dem Oktober 2018, als der Löwensteg erstmals für Monate gesperrt wurde, öffentlich intensiv diskutiert. Vor allem die Stadtverwaltung betonte schon vor fast acht Jahren dessen wichtige Überbrückungsfunktion.

Trotzdem wurde weder die Zeit vor der Schliessung noch vor dem Ausheben genutzt, um für die Radfahrer*Innen eine alternative Route zu erarbeiten. Das erledigte dann die städtische Rad AG. Doch deren Vorschlag wurde über viele Monate hinweg nicht umgesetzt. Seit dem vergangenen Jahr erinnerte Stadtratsmitglied Hermann Holste (Grüne) Sitzung für Sitzung an das Konzept. Und wurde von Oberbürgermeister Emanuel Letz mehrfach vertröstet.
Am gestrigen Donnerstagnachmittag (23.4.2026) war es dann endlich so weit. Per Presseerklärung gab die Stadtverwaltung die Freigabe der „neuen Umleitung“ bekannt. Diese soll am 30. April 2026 erfolgen. Im Text der Stadtverwaltung heißt es: „dann steht Radfahrerinnen und Radfahrern in diesem Bereich wieder eine geregelte Wegeführung zur Verfügung. Die Strecke verläuft von der oberen Mannheimer Straße zur Gustav-Pfarrius-Straße, über die Ochsenbrücke und den Europaplatz, vorbei am Bahnhof und über die Wormser Straße zurück zur mittleren Mannheimer Straße.
In Richtung Süden ist der Weg kürzer und führt von der Baumgartenstraße über die Ochsenbrücke direkt in die Mannheimer Straße. Die Einrichtung der Umleitung hat mehr Zeit in Anspruch genommen als ursprünglich vorgesehen. Zunächst musste die bestehende Ampelanlage in der Gustav-Pfarrius-Straße umgerüstet und mit neuen Signalgebern ausgestattet werden, um eine sichere und verkehrsgerechte Führung des Radverkehrs zu gewährleisten.
Die Umsetzung erfolgte in enger Abstimmung mit der RAD AG sowie dem Landesbetrieb Mobilität (LBM). Die Stadt Bad Kreuznach bedankt sich bei allen Beteiligten für die konstruktive und enge Zusammenarbeit. Durch dieses gemeinsame Engagement konnte die nun freigegebene Lösung vorbereitet und erfolgreich realisiert werden. Die Stadt bittet alle Verkehrsteilnehmer um Beachtung der neuen Verkehrsführung und dankt für das entgegengebrachte Verständnis während der vergangenen Monate“.
