Um die Anwohner*Innen und das Friedrich-Moebus-Stadion zu schützen und um zu verhindern, dass die Pfingstwiese im Hochwasserfall zur Retentionsfläche wird, wurde der zu diesem Zweck schon lange bestehende Nahedamm vor rund 20 Jahren ertüchtigt. Und mit einer Asphaltdecke versehen, die dessen Nutzung auch als Radweg ermöglicht. Bereits im vergangenen Jahr waren den Verantwortlichen Risse und Absetzungen im Abschnitt westlich der Jahrmarktsbrücke aufgefallen.

Um die Ursache dafür besser untersuchen zu können, wurden im Winter Gehölze entfernt und Bäume beschnitten (tourismusbeitrag-so-nicht.de berichtete). Auf Anfrage hat die Stadtverwaltung dazu gestern mitgeteilt, dass in der Folge Mitarbeiter der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD Nord) SGD Nord „den Nahedamm zunächst augenscheinlich begutachtet“ haben. Das hat wohl die auf der Dammkrone klar zu erkennenden Bewegungen und Setzungen nicht erklärt.

Daher wird laut Stadt die SGD Nord nun einen Geologen hinzuziehen, „der die weiteren Schritte fachlich bewertet und gegebenenfalls Sanierungsmaßnahmen empfiehlt“. Die abschließende Prüfung werde bis zu drei Monate in Anspruch nehmen. Wenn das zutrifft, besteht rechtzeitig vor dem Jahrmarkt Klarheit über die Belastungsfähigkeit des Dammes, der ein wichtiger Weg für die Gäste ist und als Notausgang vom Festgelände genutzt werden kann.
