Der klare Schwerpunkt der tourismusbeitrag-so-nicht.de-Berichterstattung liegt auf der Bad Kreuznacher Kommunalpolitik. Ergänzt um wichtige Vorkommnisse im Naheland. Im Laufe der Jahre haben wir auf intensiven Leserwusch die Berichterstattung um Einsätze von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten erweitert. Es gibt Leser*Innen die in der Mitteilung dieser Fakten eine Schlechtdarstellung unserer Region erkennen. Für die gibt es die neue Rubrik „Kuriose Polizeiberichte“. In der wir ausgewählte Fälle aus Rheinland-Pfalz – außerhalb des Nahelandes – vorstellen. Oft nicht lustig. Aber aus dem Rahmen des Alltäglichen fallend. Auch um die hiesigen Verhältnisse zu relativieren:

Polizeidirektion Kaiserslautern: Unfallverursacher spuckt nach Spiegel-Kollision ins Opfer-Auto (17.4.2026 – 15:23 Uhr)
Unerfreulich sind alle Fälle von Unfallfluchten. Als eklig-dreist können allerdings nur die wenigsten beschrieben werden. Ein solcher Fall spielte sich am vergangenen Donnerstag (16.4.2026) in Kaiserslautern. Kurz nach 17 Uhr wurde in der Pariser Straße im fließenden Verkehr der Pkw eines 36jährigen von einem VW Golf gerammt, der auf der Spur rechts neben ihm in gleicher Richtung fuhr und einem parkenden Fahrzeug auswich.
Die Außenspiegel der beiden Fahrzeuge krachten aneinander. Anschließend spuckte der Golf-Fahrer noch durch die geöffnete Scheibe ins Wageninnere des 36jährigen. Dann gab er Gas und brauste davon. Das Kennzeichen des Spuckers ist bekannt. Die Ermittlungen nach dem Fahrer laufen.
Polizeidirektion Wittlich: unkorrekte „Tarifauskunft“ der www-KI sorgte für einen Polizeieinsatz (17.4.2026 – 12:42 Uhr)
Am vergangenen Donnerstagmittag (16.4.2026) sorgte ein luxemburgischer Fahrgast in Echternacherbrück für einen Einsatz der Polizei. Und für den Beweis, dass auch digitale Ratgeber ihre Grenzen haben. Der Mann hatte zunächst ordnungsgemäß einen Fahrschein für drei Euro gelöst. Kurz darauf zog er jedoch sein Smartphone zu Rate. Die dort befragte künstliche Intelligenz (KI) soll ihm nach eigenen Angaben mitgeteilt haben, dass Busfahren auch kostenlos möglich sei.
Eine Information, die der Fahrgast umgehend in die Praxis umsetzen wollte. Der Busfahrer zeigte sich von dieser „Tarifauskunft“ allerdings wenig überzeugt. Nach einer Diskussion einigte man sich darauf, den Fahrpreis zu erstatten, vorausgesetzt der Fahrgast verlässt im Anschluss den Bus. Das Geld wechselte so also wieder den Besitzer. Der Fahrgast räumte allerdings entgegen der Abmachung nicht seinen Sitzplatz.
Trotz Hausverbot blieb er im Bus, beleidigte den Fahrer und später auch die eingesetzten Polizeibeamten, die ihn schließlich aus dem Fahrzeug begleiteten. Fazit der Polizei: künstliche Intelligenz kann im Alltag hilfreich sein, ersetzt aber weder Beförderungsbedingungen noch gesunden Menschenverstand. In diesem Fall könnte das Missverständnis auf die Nationalität des Fahrgasts zurückzuführen sein: in Luxemburg ist der ÖPNV nämlich generell kostenlos.
Polizeiautobahnstation Kaiserslautern: Polizei kontrolliert NYPD-Streife (22.3.2026 – 19:57 Uhr)
Auch viele, die noch nie in New York waren, kennen die dortigen Cops und deren Fahrzeuge im augenfälligen Design. Durch die Fernsehserie „NYPD Blue“. Beamte der Polizeiautobahnstation Kaiserslautern entdeckten ein originalgetreu gestaltetes Streifenfahrzeug aus den USA auf der A 6, also weit außerhalb des NYPD-Einsatzgebietes.
Was im „Big Apple“ für Ordnung sorgt, schafft auf deutschen Strassen allerdings rechtliche Probleme: die Verwendung solcher Kennzeichen ist in Deutschland nicht erlaubt und erfüllt einen Straftatbestand nach § 132a StGB StGB (Missbrauch von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen). Die Fahrt war damit schneller beendet als eine typische amerikanische Fernseh-Verfolgungsjagd.
Polizeiinspektion Zweibrücken: Ehemann fährt Ehefrau an (13.3.2026 – 12:30 Uhr)
Diese Möglichkeit wollte sich der Senior offenbar nicht entgehen lassen: am Donnerstagmorgen, den 12.3.2026, gegen 10:45 Uhr startete der 86jährige Fahrer eines Fiat-Kleinwagens im Bechhofener Tannenweg seinen Pkw. Und vergaß oder „vergaß“ hierbei bei eingelegtem erstem Gang das Kupplungspedal zu betätigen. Daraufhin setzte der Pkw ein Stück nach vorne und erfasste mit dem linken Teil der Frontstoßstange eine Abfalltonne, welche gegen die Hauswand gedrückt wurde.
Mit der mittleren Partie der Frontstoßstange berührte der Fiat die vor dem Anwesen gehende 84jährige Ehefrau des Fahrers an deren rechter Wade, so dass diese stürzte und sich eine oberflächliche Schürfwunde am rechten Knie zuzog. Die Dame wurde durch den hinzugerufenen Rettungsdienst versorgt. Insgesamt entstand ein Sachschaden in Höhe von 2.100 Euro. Folgen für das Eheleben wurden von der Polizei nicht dokumentiert.

Polizeipräsidium Trier: 21 Tonnen zuviel: massiv überladener Langholztransport (13.3.2026 – 8:33 Uhr)
Trotz der Intensivierung von Kontrollen bei Holztransporten in der Vergangenheit stoppten Beamte der Schwerlastkontrollgruppe des Polizeipräsidium Trier erneut einen völlig überladenen Langholztransport bei Olzheim. Dabei wurde am Mittwochmorgen auf der B 51 ein deutscher Langholtransport mit Fichtenstämmen auf dem Weg zum Sägewerk bei Olzheim gestoppt, dessen erster Eindruck schon nichts Gutes erahnen ließ. Bei einer anschließenden Verwiegung mittels einer polizeieigenen Radlastwaage wurde ein Gesamtgewicht von 61.200 kg festgestellt.
Dies bedeutet, dass der Fahrer über 21 Tonnen zu viel geladen hatte und der Holztransport so um 53% überladen war. Da der Fahrer zudem noch gegen weitere Auflagen der Ausnahmegenehmigungen verstieß, zogen die Beamten sämtliche Ausnahmengenehmigungen ein und untersagten umgehend die Weiterfahrt. Die Fichtenstämme mussten vor Ort komplett umgeladen werden und in mehreren Fahrten von einem anderen Holztransport zum Sägewerk transportiert werden.
Gegen den Fahrer wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet und gegen das Unternehmen ein Verfahren, wonach der gesamte Frachterlös eingezogen werden kann. In der Vergangenheit stellen die Beamten immer häufiger Verstöße gegen die gesetzlich vorgeschriebenen Maße und Gewichte fest. Insbesondere die Verstöße mit einem deutlichen Überschreiten des zulässigen Gesamtgewichtes sind dabei weiter ansteigend.
Polizeipräsidium Rheinpfalz: Betrugsfall durch Romance-Scamming (11.3.2026 – 16:04 Uhr)
Ein 62jähriger Geschädigter lernte über eine Online-Plattform eine Frau kennen. Über mehrere Monate hinweg standen die beiden über einen Chat in regelmäßigem Kontakt. Im weiteren Verlauf nutzte die Täterin das Vertrauen des Geschädigten aus und schilderte verschiedene angebliche Notsituationen. In gutgläubiger Annahme überwies der Geschädigte daraufhin mehrere tausend Euro an die Frau.
Leider ist das sogenannte „Romance-Scamming“, also der Betrug mit vorgetäuschter Liebe, in Zeiten von sozialen Netzwerken im Internet und Online-Partnerbörsen keine Seltenheit. Die Polizei rät:
# Wer online neue Bekanntschaften schließt, sollte unbedingt wachsam bleiben.
# Seien Sie vor allem misstrauisch, wenn der Chat-Partner vorgibt in Not zu sein und „dringend Geld“ zu benötigen.
# Wir raten dringend zur Vorsicht bei Bekanntschaften, die nach Geld fragen! Auf der Internet-Seite der polizeilichen Kriminalprävention unter https://s.rlp.de/TjPh0 finden Sie umfangreiche Informationen zu diesem Thema woran Sie die Betrüger erkennen und wie Sie sich schützen können.
Polizeiinspektion Landau: aggressive 20jährige (9.3.2026 – 14:58 Uhr)
Am 9.3.2026 kam es gegen 12:20 Uhr in einem Linienbus in Landau zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen zwei jungen Frauen im Alter von 20 und 21 Jahren. Die beiden schubsten sich gegenseitig. Auch sollen Beleidigungen gefallen sein. Nach dem Aussteigen am Busbahnhof Landau sollte die Identität der 20jährigen festgestellt werden. Da sie sich der Maßnahme entziehen wollte, musste sie von den eingesetzten Polizeikräften fixiert werden.
Dabei trat sie einem Polizeibeamten gegen das Schienbein und schrie lautstark. Der Beamte wurde nicht verletzt. Nach der Feststellung der Personalien wurde die 20jährige ihrer Mutter übergeben. Der Vorfall dürfte von zahlreichen Passantinnen und Passanten wahrgenommen worden sein. Gegen beide Beteiligte wurden Strafverfahren eingeleitet.
