Wissenschaftlich ist er nicht unumstritten. Aber er liefert immerhin Antworten auf Fragen, die sich viele Einwohner*Innen der Stadt bezogen auf die ständig wachsemde Vermüllung stellen: der Zuschauereffekt (Bystander-Effekt). Diese Theorie erklärt, warum eine einzelne Person mit sinkender Wahrscheinlichkeit in eine Gefahren- oder Notsituation eingreift, um so grösser die Zahl der anwesenden Personen ist.

Die sozialpsychologischen Wissenschaftler haben laut Wikipedia drei wesentliche Motivationen dafür analysiert. 1. Verantwortungsdiffusion: das Gefühl einer einzelnen Person weniger Verantwortung zu tragen, wenn mehrere Zuschauende anwesend sind. 2. Bewertungsangst: die Angst davor, dass andere Zuschauenden einen negativ beurteilen, wenn man in die Situation eingreift. 3. Pluralistische Ignoranz: Die Überzeugung, dass es sich nicht um eine Notsituation handeln kann, weil keine andere Person eingreift.
