Bahnhof Bad Münster: Beschilderung ist eine Zumutung für Ortsfremde

Für Ortsfremde, die – aus welchen Gründen auch immer – in Bad Münster landen und mit dem Zug wieder abreisen möchten, ist die Beschilderung zu den Gleisen eine Zumutung. Weder auf dem Zugang zum Bahnhofsgebäude noch an der Eingangstür befindet sich der Hinweis, dass von dort die Gleise nicht erreicht werden können. Zudem ist die Eingangstür unverschlossen. So dass Ortsunkundige erst an der verschlossenen Ausgangstür auf der anderen Seite merken, dass es dort nicht weiter geht.

Wer den Bahnhof Bad Münster nutzen möchte, muss den Zugang von der Nordseite (B 48) aus nutzen. Die Ortsansässigen wissen das. Ortsfremde nicht.
An der Eingangstür zum Bahnhofsgebäude findet sich weder ein Hinweis auf den dort wohnenden Obdachlosen noch auf die Tatsache, dass der Durchgang zu den Gleisen gesperrt ist.

Der dort wohnende Obdachlose, der es sich auch schon tagsüber auf den Wartebänken bequem macht, ist dann aber schon geweckt und verwahrt sich gegen die ihm höchst unwillkommene Störung in seinem Wohnzimmer. Wieder vor dem Bahnhofsgebäude stehend und die frische Luft genießend, sucht der Gast nach einem Wegweiser. Den gibt es zwar. Aber der ist nur auf einer Seite beschriftet. Und leitet nach unten. Auf der Treppe dann der Blick auf eine massive Absperrung.

Erst dort erfährt er Gast, dass er einen Spaziergang vor sich hat, um zu den Gleisen zu gelangen. Für gesunde Menschen sind die 10 Minuten kein Problem. Aber für ältere Menschen und Gehbehinderte, Familien mit Kindern und Personen, die bereits von einer längeren Wanderung erschöpft sind, ist das schon ein Problem. Der aktuelle Zustand wirft die Frage auf, warum es weder am REWE-Kreisel noch am Eingang zur Bahnhofszufahrt / am Parkplatz Lindenallee grosse Hinweisschilder gibt.