Wenn irgendwo im Stadtgebiet Dreck und Abfälle längere Zeit auf öffentlichem Grund liegen, werden schnell Vorwürfe gegen die Stadtreinigung laut. Dabei unternehmen Georg Bürgers Saubermänner vom Bauhof alles, um das Stadtbild diesbezüglich für die Einwohner*Innen so angenehm wie möglich zu gestalten. Insofern handelt es sich bei der illegalen Mülldeponie auf der kleinen Grünfläche nicht um eine Nachlässigkeit. Oder gar Arbeitsverweigerung.

Sondern um einen vom sachlich zuständigen Bürgermeister Thomas Blechschmidt – ganz im Sinne seines Vorgängers Wolfgang Heinrich – angeordneten Akt von stummem Protest. Anders als Heinrich macht Blechschmidt aber nicht deutlich, an wen dieser Protest adressiert ist. Wolfgang Heinrich hatte seinerzeit – etwa im Fall Pfeiffergasse – deutlich gemacht, dass die für die Abfallentsorgung auch im Stadtgebiet zuständige Kreisverwaltung ihre Aufgaben nicht vollumfänglich erfüllt.
Thomas Blechschmidt berichtet immer wieder von Gesprächen mit der Kreisverwaltung. Die aber ihr Verhalten daraufhin ebensowenig geändert hat, wie auf die massive öffentliche Kritik seines Vorgängers hin. Und so besteht bis heute in vielen Fällen ein zu geringes Tonnenvolumen, Beistellungen und Überfüllung werden nach wie vor tatenlos hingenommen und illegale Müllablagerungen werden so gut wie nicht geahndet: die Ehrlichen bleiben die Dummen.
