Nicht einmal zehn Prozent der Einwohner*Innen der Stadt leben in Bad Münster am Stein – Ebernburg. Ähnlich viele wie in Winzenheim. Der Sanierungs- und Investitionsaufwand ist zwischen Rotenfels und Rheingrafenstein allerdings zigmal so hoch, wie unterhalb des Hungrigen Wolfes: Bahnhofsumbau, Wanderweg Gans, Sperrung Rheingrafenstein, Umgestaltung Kurpark, Kurmittelhaus, Abwasserkanäle – die Liste der sechs- und siebenstelligen Einzelprojekte der Stadt im Stadtteil ließe sich beliebig fortsetzen.

Von einem weiteren, bisher unbekannten Millionengrab berichtete in der Sitzung des Ausschusses für für Stadtplanung, Bauwesen, Umwelt und Verkehr (PLUV) am gestrigen Dienstagabend (14.4.2026) Stadtbauamtsleiter Eduard Schuckmann. Erfreulich ungeschminkt und mit klaren Angaben gab Schuckmann im Rahmen einer „Kurzinformation“ bekannt, dass weitere Untersuchungen der Tiefgarage unter dem Goetheplatz ergeben hätten, dass deren Sanierung „leider auf Priorität 1“ vorgerückt sei.

Und in diesem Zusammenhang „enorme Kosten“ zu erwarten seien. Bereits 2013 seien diese auf eine Höhe von 700.000 Euro geschätzt worden. Aktuell müsse mit dem „Vielfachen“ gerechnet werden, auch weil zusätzliche Schäden dazugekommen seien. Es sei bereits ein Fachbüro beauftragt, um ein Angebot auszuarbeiten. Wobei nicht nur über eine Sanierung gesprochen werde müsse. Konkrete Infos werde es in der übernächsten Sitzung des PLUV geben. Schuckmann erinnerte an die von der städtischen BGK GmbH kürzlich durchgeführten Verkehrssicherungsmaßnahmen.
