Stadtbild: Anwohner*Innen machen nicht mit (2)

Am 24.3.2026 hat die Arbeitsgemeinschaft „Mehr Grün in der Stadt“ der Klimagemeinschaft die seit gut einem Jahrzehnt wegen Vandalismus nicht mehr bepflanzten Betonkübel hinter der Bushaltestelle Wilhelmstrasse auf der Westseite des Europaplatzes wieder in den Zustand versetzt, der beim Bau in den siebziger Jahren vorgesehen war: mit Blumen und Grünpflanzen ausgestattet. Schon auf den ersten Blick eine vorbildliche Aufwertung.

Entweder nicht richtig eigepflanzt – oder herausgezogen und von den Anlieger*Innen nicht wieder reingedrückt.
Die ersten Blumen lassen die Köpfchen hängen.
Unser Fotograf hat die Rotzfahne und den Flachmnann natürlich im nächstgelegenen Abfalleimer in der Wormser Strasse entsorgt – das darf übrigens jeder Passant gern auch machen.

Die Klimagemeinschaft dachte auch an die Folgearbeit. Und rief die von der Begrünung nicht nur optisch profitierenden Inhaber der anliegenden Geschäfte und die Menschen in den darüberliegenden Wohnungen zur Pflege auf. Nach drei Wochen kann man sagen: die Anwohner*Innen machen nicht mit. Nicht richtig eingesetzte oder herausgezogene Pflanzen wurden nicht wieder in die Kübel gedrückt. Erste Pflanzen zeigen zudem die Folgen von Wassermangel.

Dieser Anblick ist beispielhaft dafür, das auch das private Engagement in der Stadt fehlt. Da werden in der Innenstadt für zigtausend Euro Steuergeld Kugel aufgehängt. Und mit dem Zug Anreisende werden beim Verlassen des Bahnhofes mit diesem „Dreckstück“ konfrontiert.

Dabei können fast alle Maßnahmen zur Verbesserung des Stadtklimas nur gelingen, wenn die Einwohner*Innen aktiv mittun. Fest steht: das auch nur minimal zu erreichen, ist bisher nicht gelungen. Gemessen an der Mitmach-Quote sind die entsprechenden, mit sechsstelligen Eurobeträgen unterstützten öffentlichen Programme, sämtlich gescheitert. Ein eindrucksvolles Mahnmal dafür steht mitten auf dem Europaplatz. Der Taxi-Pilz. Für dessen erbärmlichen Zustand gibt es keine Ausrede.