Spezialeinsatz der Kirner Polizei: Ente gut – alles gut!

Am gestrigen Sonntagvormittag (12.4.2026) gegen 11:30 Uhr hatte die Kirner Polizei einem tierisch wichtigen Einsatz. Aufmerksame Jogger meldeten einen ungewöhnlich kleinen Verkehrsteilnehmer. Gelb, flauschig und eindeutig ohne Führerschein mitten auf der Straße unterwegs. Vor Ort stellten unsere Kolleginnen schnell fest: ein Entenküken hatte offenbar beschlossen seine eigene Abenteuerreise zu starten.

Ein Bild des Entchens ist nicht zur Veröffentlichung freigegeben, weil die Zustimmung der Mutter nicht vorliegt.

Allerdings ohne Reisegruppe, Navi oder Mutter. Trotz intensiver Suchmaßnahmen im Nahbereich des Mühlenteichs konnte die Mutter des kleinen Ausreißers nicht aufgefunden werden. Das Küken selbst zeigte sich von der Lage unbeeindruckt und wartete geduldig auf weitere Rettungsmaßnahmen, vermutlich auf der Suche nach einem All-inclusive-Angebot. Kurzerhand wurde der kleine VIP (Very Important Piepser) in polizeiliches Gewahrsam genommen und zur Dienststelle verbracht.

Dort erwartete ihn kein Verhör, sondern ein Wellnessprogramm Deluxe: Wärmebehandlung durch menschliche Wärmflaschen, Rundum-Betreuung und vermutlich der beste Service, den ein Küken an diesem Tag buchen konnte. Während der gesamten polizeilichen Maßnahme äußerte sich das kleine Tier mehrfach seine Meinung zum Vorgehen der Polizei lautstark mit einem „Quak!“- Bedeutung bislang unklar.

Nach einem kurzen Zwischenstopp im „Polizeihotel zur flauschigen Feder“ (Kategorie: 5-Sterne-Stroh, All-inclusive-Körnerbuffet) wurde der flauschige Neuankömmling schließlich an eine geeignete Auffangstelle übergeben, der sich zur weiteren Erziehung bereit erklärte. Erste Maßnahmen wie „Geradeauslaufen“ und „Nicht-auf-die-Straße-watscheln“ befinden sich bereits im Trainingsplan.

Ein herzliches Dankeschön an die aufmerksamen Jogger, die den kleinen Watschel-Gast entdeckt und vorbildlich gemeldet haben – so geht gelebte Aufmerksamkeit im Alltag! Einsatzfazit: Lage unter Kontrolle, Küken wohlauf, Bürger plötzlich Entenelternteil, Beamte leicht verzaubert, Niedlichkeitsfaktor strafbar hoch.

Hinweis der Polizei: Bevor Küken „volljährig“ sind, sollten sie ihre Mutter möglichst nicht verlassen. Auch für Lebewesen in gelbem Federkleid gilt – die Straße nach Möglichkeit nur an geeigneten Stellen überqueren. Entsprechende Schulungsmaßnahmen sind derzeit noch in Planung. Ente gut, alles gut!

Quelle: Polizeiinspektion Kirn