Seit mehreren Tagen plätschert der Ellerbach friedlich in seiner Betonrinne durch die historische Neustadt. Trotzdem hat sich die Schwemmholzansammlung unter der Überbauung durch die Mannheimer Strasse vergrössert. Es waren wohl spielende Kinder, die die Äste und Stämme zusammengetragen haben, die auch zwei Wochen nach dem letzten Hochwasser noch immer im Bereich der Engstelle liegen.

Und das, obwohl im Starkregen- und Hochwasserschutzhinweisen der Landesregierung schon vor Jahren auf Hinweis der tourismusbeitrag-so-nicht.de-Redaktion das schlimmste Hochwasser im Bad Kreuznacher Stadtgebiet aufgenommen wurde. Dies war nicht eines der Nahe. Sondern des Ellerbaches. Und anders als an der Ahr im Jahr 2021, wo nachweislich durch die Bebauung im Flussbett der Wasserstand um Meter erhöht wurde, fand es am 12.5.1725 statt.

Also zu einer Zeit ohne jede Versiegelung und mit nur sehr geringen menschlichen Eingriffen in die Landschaft. Mehrere Anwohner*Innen sind besorgt und erwägen mittlerweile wegen der Untätigkeit der zuständigen Behörden rechtliche Schritte. Denn im Bereich bachabwärts der Ziegelbrücke (Ende Dessauer, Anfang Hüffelsheimer Strasse) gibt es für Wassermassen keine Ausweichmöglichkeit. Wird der Abfluss dort behindert, sind Gebäudeschäden vorprogrammiert.
