Verärgerung über die Sperrung auf dem Rheingrafenstein

Die Mitteilung über die Sperrung der Burgruine und des zugehörigen Areals auf dem Rheingrafenstein und die großflächige Verlegung von Wanderwegen hat in der Bevölkerung Empörung und Verärgerung ausgelöst. Und auch trotzige Reaktionen. Wie die von Fritz F., der die Berichterstattung auf der Facebook-Seite von tourismusbeitrag-so-nicht.de so kommentierte: „ich gehe seit 50 Jahren da hoch und werd’s noch weitere 50 tun.

Viele Leser*Innen sehen durch die Sperrung der Burgruine auf dem Rheingrafenstein und das Areal des Burgberges vor allem Nachteile für Bad Münster am Stein – Ebernburg.

Als ob uns so ein Gitter davon abhalten würde …“. Ähnlich äußerten sich mehrere Leser*Innen in Emails an das Redaktionspostfach. Massiv kritisiert wird auch der Umstand, dass die Stadt die Bevölkerung erst an Ostern informiert hat, nachdem alle Entscheidungen bereits getroffen waren. „Warum wird jahrzehntelang als öffentlich – auch touristisch – genutztes Gelände geschlossen, ohne dass vorher die Einwohnerinnen und Einwohner informiert wurden.

Was sind das für Kommunalpolitiker (aller Listen und Parteien), die einen mindestens monatelangen, eher jahrelangen Diskussionsprozesses still und heimlich hintern verschlossenen Türen führen?“ fragt etwa Andreas F. Carmen E. befürchtet: „das wird auch dann wieder Bad Münster und der Fähre zum Huttental schaden, zumal ja auch das Märchenhain schon länger geschlossen ist“. Daniel B. merkt an: „das ist richtig traurig und in den Entscheidungen nicht nachvollziehbar.

Nicht nur wegen der Ruine, sondern auch den Wanderwegen und den betroffenen Gebieten“. Wolfgang Sanns stellt fest: „unglaublich. Noch vor wenigen Jahrzehnten war die Ruine bestens ausgebaut und gesichert. Sogar eine Brücke über den Burggraben war vorhanden. Und jetzt soll alles marode sein? Warum hat man all die Jahre nichts getan? Vielleicht sollte ein Verein der Burgenfreunde des Rheingrafensteins gegründet werden und die Ruine übernehmen“.

Claudia H. schreibt gar einen offenen Brief an den Stadtrat, GuT-Geschäftsführer Dr. Michael Vesper (der allerdings keine eigenen Machtbefugnisse hat, sondern von den Entscheidungen der anderen Beteiligten abhängig ist) und die Eigentümer der Burgruine Rheingrafenstein: „sehr, sehr traurig und nachdenklich machen mich die neue Informationen über unser so wertvolles & wichtiges Kulturgut unserer Heimat und die Touristenattraktion für Bad Münster.

Ich frage mich, wie es sein kann, wenn dieses Kulturgut in Privatbesitz ist, die ganzen Jahre nichts gemacht wurde oder warum es keine Auflagen dazu gab oder gibt? Warum hat der Stadtrat und die GuT keinen Einfluss darauf nehmen können? Im nächsten Artikel steht, dass eine Schenkung an die Stadt seitens der Stadt abgelehnt wurde – sicherlich weil jetzt die Unterhaltung zu teuer ist. Aber das kann doch keine Losung sein? Sind Fördergelder vom Land für solche Fälle angefragt worden?

Dass das Kurmittelhaus in BME verkauft werden muss, da keine Gelder da sind, ist schon sehr, sehr traurig. Wann wird investiert, um unsere wundervolle Region zu erhalten und attraktiver für den Tourismus zu machen, um dadurch Mehreinnahmen zu generieren? Ich hoffe sehr, dass die Verantwortlichen an Lösungen interessiert sind und solche ausarbeiten. Liebe Grüße von einem Bürger, der Bad Münster wegen seiner wundervollen und beeindruckenden Natur und Kulturgütern gewählt hat.

Um dort zu wohnen, zu arbeiten und zu leben“. Biggi S. schreibt: „man kann es nicht glauben“. Ute J. befürchtet: „tja, die Gegend geht bergab“. Harald Röth vermutet ein System hinter mehreren für den Ortsbezirk nachteiligen Entwicklungen: „die Stadt Bad Kreuznach ist sehr bemüht, Bad Münster herunterkommen zu lassen: Umbau der alten Paracelsusklinik Stillstand, nichts geht mehr neben dem Kurpark! Fast sämtliche Parkmöglichkeiten sind nicht nutzbar, wegen Lagerfläche für Bahnhofsanierung …“.