Über ein Jahr hat es gedauert, bis die zerstörten Türen des Bücherschrankes auf dem Eiermarkt ersetzt wurden. Mehr als 12 Monate waren Bücher und Hefte Wind und Wetter ausgesetzt (tourismusbeitrag-so-nicht.de berichtete mehrfach). Vor wenigen Wochen ist dann endlich die Reparatur durch den Einbau neuer Türen erfolgt. Doch diese sind bereits wieder defekt. Und werden entweder in absehbarer Zeit abfallen. Oder müssen im Sinne der Gefahrenabwehr und Unfallverhütung demontiert werden.

Wie sich jetzt zeigt hat die Konstruktion des Bücherschranken mehrere Schwachpunkte: die Scharniere der zwei Türen. Und der fehlende Überdehnungsschutz bzw ein fehlender automatischer mechanischer Schließmechanismus. Wie der tourismusbeitrag-so-nicht.de-Fotograf bei zwei Gelegenheiten dokumentiert hat, lassen die den Bücherschrank nutzenden Kinder die Türen offenstehen. Vom Wind werden dann die Scharniere überdehnt. Daher haben die beiden Türen im Bereich von sieben der acht Scharniere bereits Brüche erlitten.

Es ist nurmehr eine Frage der Zeit, wann diese Risse zu einem Abbrechen der Türen führen. Wie bei den Bücherschränken, die am Kurpark und in Winzenheim am Plaggen aufgestellt sind, sollte weniger auf Design und mehr auf Funktionalität geachtet werden. Die Nutzung von Ex-Telefonzellen war eben nicht nur ein PR-Gag, sondern hat die bei der Hochpreisvariante am Eiermarkt bestehenden technischen Defizite vermieden.
Zudem fehlen am Eiermarkt, der Benutzer- und Anwohnerstruktur angepasste, mehrsprachige Benutzungshinweise. Wünschenswert wäre auch eine Information und Einbeziehung der Anwohner*Innen rund um den Eiermarkt. Eine zweistelligen Zahl von Personen, die die t-s-n-.de-Redaktion darauf angesprochen hat, wurden bisher keine Gespräche geführt. So haben diese Menschen keinerlei Aufklärung über technische Nutzungshinweise zum Schließen der Türen und der Schadenursache erhalten.
