Stadt will Areal zwischen Jahnhalle und Stromberger Strasse verkaufen

In der Beschlussvorlage wird das Areal als „Entwicklungsfläche“ bezeichnet. Ohne auch nur mit einem Satz konkret dazulegen, wie diese entstanden ist. Um den Befürworter*Innen die Zustimmung zu erleichtern, wurde – wie schon in den Ausschussvorberatungen – auch in der Stadtratssitzung am gestrigen Donnerstagabend (26.3.2026) immer wieder von einem „Markterkundungsverfahren“ gesprochen. Ausdrücklich betonte Oberbürgermeister Emanuel Letz, dass mit dessen Einleitung nicht der tatsächliche Verkauf besiegelt sei.

Der Verkauf des Areals zwischen Jahnhalle, Hochstrasse und Stromberger Strasse wurde in der Stadtratssitzung am gestrigen Donnerstagabend eingeleitet.

Allerdings hat die Stadtratsmehrheit die Verkaufserlöse in Millionenhöhe bereits mit Beschluss des Stadthaushaltes für 2026 am 20.11.2025 vereinnahmt. Was deutlich macht: die Stadt möchte das Casinogebäude, den Hochstrassenparkplatz, das alte Jugendamt, die historische Stadtmauer mit mittelalterlicher Wehrschanze, der aktuell als Parkplatz genutzte Graben und das Else-Liebler-Haus so bald als möglich abstoßen. Dafür stimmten von den gestern anwesenden 40 Stadtratsmitgliedern 23. 16 lehnten den Verkauf ab. Ein Ratsmitglied enthielt sich der Stimme.

Zuvor war der von Jürgen Eitel vorgetragene Änderungsantrag der Freien Wähler, aus dem Verkaufspaket das Casinogebäude herauszulösen, mit 22 Neinstimmen bei nur elf Jastimmen und fünf Enthaltungen abgelehnt worden. Unbeantwortet blieb die Frage, ob und wenn ja welche Auflagen mit der in der Nazi-Zeit erfolgten Schenkung des Casinogebäudes an die Stadt verbunden und gegebenenfalls grundbuchlich abgesichert sind (weitere Berichte zum Themenkomplex folgen).