Am morgigen Sonntag (29.3.2026) um 11:15 Uhr lädt das Museum Römerhalle zu einer besonderen Führung in die Römerhalle ein. Stadtführerin Petra Kiefer entführt die Museumsgäste als „Meduna“, die Frau des Schankwirtes Lucanus, in das Alltagsleben der alten Römer. In der Schänke geht es zünftig zu: trinken und glücklich sein (bibe et felix) ist das Erfolgsrezept der römischen Kneipe um die Ecke. Da trifft sich natürlich allerlei Volk, von dem Meduna zu erzählen versteht.

In der Zeit 58 bis 51 v.Chr. kamen die ersten Römer mit Gaius Julius Caesar in das freie Germanien. Auch das fruchtbare Land an der unteren Nahe und Rheinhessen wurde unterworfen. Händler, die mit den Soldaten kamen, gründeten in der Gemarkung des heutigen Bad Kreuznach eine römische Siedlung und heirateten keltische Frauen. Es entstand innerhalb von kurzer Zeit eine römisch-keltische Mischbevölkerung: Bauern, Handwerker und Gewerbetreibende. Wie sah das Vicus aus? Hatte es ein Theater?
Welche Götter wurden im Heiligtum verehrt und wo befanden sich die Gräberfelder? Was hatte es mit den Fluchtäfelchen auf sich und warum wurden im Kreuznacher Vicus so viele Bewohner verflucht? Spannend und unterhaltsam begibt sie sich Petra Kiefer als Meduna auf diese Zeitreise, berichtet über das Alltagsleben, die Gepflogenheiten von Wein- und Trinksitten in der Taberna und was Bacchus mit dem Schankwirt gemeinsam hatte, wer Efeukränze und Götterfigürchen erhielt.
Sie erinnert sich an die Blüte, die das Kreuznacher Vicus im 3. Jahrhundert nach Chr. erlebte: Handwerkskunst, Glas und Keramik. Das darauffolgende Chaos dieser Epoche; Plünderung des Vicus, den Bau des Kastells und schließlich den Untergang des Römischen Imperiums, Sieg der Franken über Obergermanien. Doch was wurde aus der Kreuznacher Siedlung? Antworten gibt es am Sonntag (29.3.2026) um 11:15 Uhr, Treffpunkt: Museum Römerhalle (Hüffelsheimer Straße 11), Kosten: 10 € (ermäßigt 8 €).
Quelle: Marek Haas vom Museum Römerhalle der Stadt Bad Kreuznach
