Landes-FDP übernimmt OB-Gehalt

Seit dem April vergangenen Jahres ist der Bad Kreuznacher Oberbürgermeister Emanuel Letz stellvertretender Vorsitzender des FDP-Landesverbandes. Engagiert hat er sich – trotz seiner vielfältigen Aufgaben in der Nahe-Metropole – um die Befriedung parteiinterner Konflikte bemüht. Und den Landtagswahlkampf der Liberalen zunächst vorbereitet und dann unterstützt. Ehrenamtlich. Denn sein sechsstelliges Jahresgehalt haben ja auch in den vergangenen 12 Monaten die Einwohner*Innen der Nahe-Metropole bezahlt.

FDP-Landesvorsitzende Daniel Schmitt hat am Landtagswahlabend in zwei SWR-Interviews unterschiedliche Andeutungen zu personellen Konsequenzen aus dem desaströsen Ergebnis von nur noch 2,1 % gegeben.

Angesichts der hoch defizitären Stadtfinanzen hat die Landes-FDP nun entschieden im Gegenzug für die weitere Letz-Führungsarbeit bei den Liberalen dessen Gehalt an die Stadtkasse zu erstatten. Zumindest solange Emanuel Letz in Personalunion die Ämter bei Stadt und Partei ausübt. Ganz nach dem FDP-Motto von der Bundestagswahl („Alles lässt sich ändern“) könnte das gar nicht mehr so lange sein. Denn schon am 9. Mai 2026 findet der 80ste ordentliche Landesparteitag der rheinland-pfälzischen FDP statt.

Die allermeisten Leser*Innen haben es schon an der Überschrift identifiziert: bei diesem Beitrag handelt es sich um einen April-Scherz. Natürlich entlastet die Landes-FDP den Stadthaushalt nicht um das OB-Gehalt. Obwohl das ein feiner Zug wäre.