Die charmante Welt des „Schambes Klappergässer“, dem lebenslustigen Lebemann und feierfreudigen Weinliebhaber aus der Biedermeierzeit, ist Thema der Stadtführung am kommenden Sonntag (22.3.2026) ab 11 Uhr. Zu dem lädt die Gesundheit und Tourismus für Bad Kreuznach GmbH (GuT) mit Kultur- und Weinbotschafter Uwe Schneider ein. Der „Schambes“ ist eine Romanfigur, die der in Kreuznach als Kind eines Gerbereibesitzers geborene Karl Eugen Schmidt (1866 bis 1953) erdichtet hat.

Schmidt war nicht nur Heimatdichter, sondern auch ein echter Globetrotter: er lebte in London, Australien, den USA, Paris und Rom und verdiente sein Geld als Seifensieder, Goldgräber, Reporter und Kunstschriftsteller. Doch ein Besuch in Kreuznach 1890 weckte Erinnerungen. Und er verfasste in der Folge eine Reihe von humoristischen Erzählungen. So die vom „Leben und Taten des fürtrefflichen und gestrengen Herrn Schambes Klappergässer aus Kreuznach“. Damit setzte er der Lebensart der „Gässjer“ ein Denkmal.
Auch der Schambes lebt als städtische Ikone weiter: 1986 wurde ihm ein eigenes Denkmal an der Alten Nahebrücke gesetzt. Die Teilnehmer begleiten den in persona des Uwe Schneider reinkarnierten Schambes auf einer unvergesslichen Reise durch die heimeligen „Gässjer“ Bad Kreuznachs, während er ihnen mit Witz und Charme Wissenswertes, seine persönliche Geschichte und Kreiznacher Anekdötchen präsentiert.
In der historischen Kleidung des Schambes führt Kultur- und Weinbotschafter Uwe Schneider durch die versteckten Juwelen der historischen Neustadt. Start ist am Denkmal, das die Rhein Zeitung („Öffentlicher“) dem Klappergässer gesetzt hat: „Üwwer Noh“, an der Alten Nahebrücke Ecke Klappergasse. Die Tour ist nicht ganz barrierefrei. Der Teilnahmebetrag beträgt 10 € (für Gästekarteninhaber 8 €). Tickets gibt es auch bei der Touristinfo oder bei www.ticket-regional.de
Quelle: Gesundheit und Tourismus für Bad Kreuznach GmbH (GuT)
