Katze getreten und auf Beamtin uriniert

Abgesehen von jenen Fällen, die gegen Jugendliche ab dem 14. Lebensjahr verhandelt werden, sind fast alle Strafverfahren öffentlich. Allerdings müssen sich interessierte Bürger*Innen ins Justizzentrum in der John-F.-Kennedy-Strasse 17 in Bad Kreuznach bemühen (leider nur wenige gebührenfreie Parkplätze in der Nähe). Die beim hiesigen Amts- und Landgericht vor den Strafkammern verhandelten Fälle können sich mit jenen aus “True Crime”-Fernsehsendungen durchaus messen.

Einer der nächsten Termine dieser Art findet beim Landgericht Bad Kreuznach (3. Strafkammer) am morgigen Montag (16.3.2026) um 9:30 Uhr im Saal sechs (3 NBs 1042 Js 5639/21, Berufungssache) statt. Das Amtsgericht Bad Kreuznach hat einen 43 Jahre alten, einschlägig vorbestraften Angeklagten aus Bad Kreuznach unter anderem wegen mehrerer Fälle der Beleidigung und Bedrohung, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Handeltreiben mit Cannabis und Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 2 Jahren und 4 Monaten verurteilt.

Der Angeklagte soll unter anderem in mehreren Fällen Polizeibeamte beleidigt und bedroht haben. In einem Fall, der sich Mitte Juni 2023 zugetragen habe, habe er eine Polizeibeamtin in einer Gewahrsamszelle, in welcher er sich befunden habe, mit Urin nassgespritzt und sie dabei im Gesicht, am Hals und an den Armen getroffen. Zudem soll er Mitte März 2023 eine Platte Haschisch mit einem Gewicht von 100 Gramm zum gewinnbringenden Weiterverkauf bei einem Verkäufer erworben haben.

Mitte Mai 2021 soll er während eines Streits mit seiner Lebensgefährtin aus Verärgerung gegen seine Katze getreten haben. Seine Katze habe hierdurch einen Schwanzabriss und einen Oberschenkelbruch erlitten. Der Angeklagte hat sich zu den Tatvorwürfen vor dem Amtsgericht Bad Kreuznach geständig eingelassen. Fortsetzungstermine sind auf den 1.4.2026 und den 22.4.2026 bestimmt worden.

Quelle: Landgericht Bad Kreuznach