„Keine Beschlussvorlagen, aber Information“ kündigte Oberbürgermeister Letz bei der Eröffnung der Sitzung des städtischen Feuerwehrausschusses am späten gestrigen Donnerstagnachmittag (12.3.2026) an. Und der OB hielt Wort. Die Mitglieder des im Gerätehaus des Löschbezirkes West tagenden Gremiums erhielten in der 80 minütigen Sitzungszeit eine Vielzahl von Daten und Fakten zur Arbeit der Bad Kreuznacher Feuerwehr. Die herausstechende Information lieferte der OB höchstpersönlich.

Längere Ausführungen von Wehrleiter Michael Seibel über die Missstände in der Hauptwache (Gustav-Pfarrius- Ecke Konrad-Frey-Strasse) krönte Emanuel Letz mit Feststellung, die benötigte neue Feuerhauptwache werde zwischen 35 und 40 Millionen Euro kosten. Die entsprechende Investition stelle eine große Herausforderung dar und sei daher ohne Fördermittel nicht zu stemmen. Die Frage, wo der Neubau entstehen könnte, wurde aus dem Ausschuss mit dem Stichwort „OBI“ ergänzt. OB Letz erklärte daraufhin bereits über Vorschläge für geeignete Standorte zu verfügen.

Und stellte fest: „es ist weniger das Problem wo. Sondern eher die finanzielle Situation: so viele Dinge, die auf einmal sein müssen“. Zuvor hatte Wehrleiter Seibel eine Vielzahl von Aspekten angeführt, die die Nutzung der bisherigen Räumlichkeiten sachwidrig und problematisch machen. So werde die Fahrzeughalle als Lagerraum missbraucht, eine vernünftige schwarz-weiß-Trennung der Kleidung sei nicht möglich, eine Damen-Umkleide fehle vollständig, es gibt zu wenige Arbeitsräumlichkeiten und auch Parkplätze für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte fehlen.
Seine differenziert vorgestellte Mängelliste fasste Michael Seibel in dem Satz zusammen: „Das Gebäude entspricht nicht mehr dem heutigen Standard“. Da von dort die große Mehrzahl der Einsätze im Stadtgebiet abgearbeitet wird, tut eine nachhaltige Verbesserung der Umstände not. Die möchte die Verwaltung zeitnah angegangen sehen. Vor allem angesichts des Zeitverzuges beim Bau der neuen Grundschule, deren Planung sich bereits sieben Jahre hinzieht – und bei der der Spatenstich noch immer nicht absehbar ist (weitere Berichte folgen).
