Hedwig von Flersheim: die Frau an der Seite Franz von Sickingens

Der auf der Ebernburg 1481 geborene Franz von Sickingen gehört zu den schillerndsten Gestalten im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation an der Schwelle vom Mittelalter zur Neuzeit. Seine politische wie militärische Laufbahn verdankt er insbesondere seiner Heirat mit Hedwig von Flersheim. Der vermutlich 1499 geschlossenen Ehe gingen sechs Kinder hervor, die mehrere Linien der Familie begründeten. Der Tod seiner Frau Hedwig 1515 markiert einen tiefen Einschnitt im Leben des Ritters und Rebells.

Er beginnt nun die Fehdeführung im großen Stil, die schließlich mit seinem Tod 1523 auf der von seinen Gegnern belagerten Burg Nanstein bei Landstuhl ein jähes Ende fand. Elena Vivien Scharnewski, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, beleuchtet in ihrem Vortrag „Die Frau im Schatten“, wie die Heirat mit Hedwig von Flersheim den Aufstieg Franz von Sickingens begründet hat.

Die Veranstaltung findet am kommenden Sonntag (8.3.2026) um 11 Uhr im Avra-Kurhaus (Kurhausstraße 25 in Bad Münster) statt. Der Eintritt beträgt 5 Euro. „Mit diesem Vortrag wollen wir die Reihe ‘Kultur im Stadtteil‘ fortsetzen. Wir haben bewusst den Weltfrauentag als Termin für dieses Thema gewählt, weil sich aus historischen Ereignissen auch Bezüge zur Jetztzeit ziehen lassen“, betont Ortsvorsteherin und Initiatorin Birgit Ensminger-Busse.

Am Samstag, 28.3.2026, um 16 Uhr folgt ein weiterer Vortrag. Maximilian Krüger stellt dann – ebenfalls im Kurhaus – die ritterliche Adelskultur zur Zeit Franz von Sickingens vor. Zusätzlich vorgesehen ist eine Bürgerfahrt mit dem Bus am Donnerstag, den 7.5.2026 nach Flörsheim-Dalsheim (Besichtigung Fleckenmauer und Jüdischer Friedhof) und weiter nach Landstuhl. Dort wird jedes Jahr auf der Burg Nanstein in Form eines Schauspiels in historischen Kostümen dem Tod Franz von Sickingens bedacht. Anmeldung für die Bürgerfahrt bei Birgit Ensminger-Busse (birgit.ensminger-busse@gmx.de oder 0174-95 28 055).