Die zu erwartenden Gewerbesteuereinnahmen der Stadt lagen auch im Februar mit rund 25 Millionen Euro erheblich unter dem vom Stadtrat beschlossenen Planansatz des Stadthaushaltes für 2026. Der wurde mit 30 Millionen Euro eingestellt. Allein diese Zahlen sind kein Grund für allzu große Sorgen. Denn in den vergangenen Jahren ergaben sich in den Sommermonaten erhebliche Verbesserungen bei den Gewerbesteuer-Sollstellungen.

Daran erinnerte Bürgermeister und Kämmerer Thomas Blechschmidt in der Sitzung des städtischen Finanzausschusses am gestrigen Montagabend (2.3.2026). So gesehen ist das Erreichen des Planansatzes immer noch möglich. Ein Umstand steht dieser (zweck)optimistischen Betrachtungsperspektive allerdings entgegen. Bis Mitte Dezember vergangenen Jahres sah es so aus, als würde der Ansatz für 2025 um gut neun Millionen Euro übertroffen.
Bis dann am 19.12.2025 von der Stadtkämmerei ein Abgang von rund 6,8 Millionen Euro verbucht werden musste. Ein ähnlicher Einbruch in diesem Jahr würde die Stadtfinanzen tief in die roten Zahlen werfen. Blechschmidt kündigte daher für den Fall weiter auf niedrigem Niveau stagnierender oder sogar rückläufiger Gewerbesteuer-Sollstellungen eine entsprechende Reaktion in Form einer Haushaltssperre an.
