Mainz erspielt ein 1 zu 1 in Leverkusen

Der 1. FSV Mainz 05 zeigt in Leverkusen einen ambitionierten und engagierten Auftritt gegen die Werkself. Und geht in der zweiten Halbzeit sogar in Führung (67.). Muss sich allerdings dennoch mit nur einem Punkt und einem 1:1-Remis zufriedengeben. Nach einer ersten Halbzeit, die über weite Strecken keine großen Highlights hervorbrachte, sorgte Sheraldo Becker mit seinem Treffer per Volleyschuss für das 1:0 aus Sicht der Rheinhessen. Nach dem Führungstreffer waren die Leverkusener gewillt, für eine Antwort zu sorgen und erzielten in der Schlussphase durch Jarell Quansah den Ausgleich (88.).

Was die Punkteteilung beider Teams besiegelte. Im Vergleich mit dem 1:1-Remis gegen den Hamburger SV veränderte Cheftrainer Urs Fischer seine erste Formation auf drei Positionen: Für den mit einer Fersenverletzung kurzfristig ausfallenden Nadiem Amiri begann Paul Nebel, Sheraldo Becker feierte derweil sein Startelfdebüt und stand für Silas auf dem Platz, während Silvan Widmer nach seiner Gelbsperre in den Kader zurückkehrte und Danny da Costa ersetzte. Die Mainzer legten einen munteren und aktiven Start an den Tag. In den ersten Spielminuten behauptete der FSV den Ball.

Um ihn in den eigenen Reihen laufen zu lassen. Und erste Offensivaktionen, die allerdings noch keine große Gefahr im letzten Drittel der Hausherren entfachten, vorzutragen. Dennoch präsentierte sich auch die Werkself als wach und aufmerksam – erste Abschlüsse verfehlten das Tor der Mainzer allerdings weit oder konnten bereits im Vorhinein unterbunden werden. So ging es in den ersten Minuten der Partie ein wenig hin und her – beide Mannschaften taten sich schwer, über längere Zeit im Ballbesitz zu bleiben. Die erste vielversprechende Gelegenheit des Spiels ging in der 18. Spielminute auf das Konto der 05ER:

Nebel kam innerhalb des Strafraums nach einer punktgenauen Hereingabe von Phillip Tietz an den Ball, sein Schuss konnte jedoch von Janis Blaswich im Tor der Leverkusener pariert werden – Tietz setzte anschließend direkt nach, allerdings wehrte Nebel unfreiwillig ab und entschärfte den Versuch dadurch. Den Gastgebern fehlte in dieser Phase des Spiels wiederum der Zugang zum Spiel, sodass die Mainzer Defensive bis dato keine Probleme hatte, Vorstöße des SVB zu verteidigen. In der Folge flachte die Partie ein wenig ab, beiden Teams fehlte es an Genauigkeit im letzten Drittel des Gegners.

Um sich hochkarätige Chancen herauszuspielen – so blieb es zunächst bei den wenigen Highlights in den ersten 20 Minuten der Begegnung. Dennoch zeigten sich die Rheinhessen bis zu diesem Zeitpunkt engagierter und gefährlicher als die Werkself, die sich nur gelegentlich Offensivaktionen erarbeiten konnte. Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit in der ersten Halbzeit kam es zu einem VAR-Einsatz, der ein Handspiel von Kacper Potulski innerhalb des Mainzer Strafraums identifizierte – im Vorfeld lag allerdings eine Abseitsstellung von Leverkusen vor, der einen Strafstoß zugunsten des SVB verhinderte.

Wenig später pfiff Schiedsrichter Tobias Stieler bei einem Zwischenstand von 0:0 zur Pause. Nach dem Seitenwechsel traten die Hausherren zunächst etwas aktiver auf, doch auch die Mainzer machten wie bereits im ersten Abschnitt einen guten und hellwachen Eindruck, sodass die Werkself weiterhin keine Lösungen fand, um dem Tor der Gäste in vielversprechender Art und Weise näher zu kommen. Den ersten gefährlichen Abschluss der zweiten Halbzeit konnten dennoch die Hausherren vorweisen: Martin Terrier legte nahe der Torauslinie zurück ins Zentrum des Strafraums.

Wo Patrik Schick einlief und aus spitzem Winkel zum Abschluss kam – Daniel Batz im Tor der 05ER parierte seinen Versuch allerdings (63.). Wenig später machte der Mainzer Schlussmann im Anschluss an einen Eckball der Werkself das Spiel schnell und schickte Paul Nebel auf die Reise, der auf der rechten Seite mit viel Platz auf Becker im Zentrum flankte – dieser fackelte nicht lange und brachte den Ball mit einem satten Volleyschuss im Tor der Leverkusener unter, 1:0 für Mainz (67.). Die Leverkusener waren anschließend um eine Antwort bemüht.

Taten sich aber nach wie vor schwer, den Mainzern im letzten Drittel gefährlich zu werden und Zugriff zu finden. Der FSV blieb derweil weiterhin griffig und aufmerksam, war fest entschlossen, die knappe Führung zu verteidigen und nach Möglichkeit weitere Offensivaktionen vorzubereiten, um nachzulegen. In der Schlussphase reichte den Hausherren dann allerdings eine einzige Szene, um den Ausgleich zu erzielen:

Christian Kofane setzte sich durch, drang in den Strafraum der 05-Profis ein und legte dann für Quansah auf, der unter Bedrängnis zum 1:1 einschob (88.). Im Anschluss entfachten die Leverkusener mehr Druck und pochten auf den Führungstreffer, doch die Mainzer konnten sich immer wieder befreien und damit den Punkt bis zum Abpfiff sichern. Mit nun 23 Punkten stehen die Rot-Weißen nun vorläufig auf dem 14. Platz und haben am kommenden Wochenende zuhause gegen Stuttgart (Samstag, 15:30 Uhr, live bei 05ER.fm) die nächste Gelegenheit, wieder auf die Siegerstraße zurückzukehren.

Quelle und Bilder: FSV Mainz 05