CDU-Frühjahrsempfang: für Aufbruch und neue Energie

Vor einigen Jahren hat der von Erika Breckheimer geführte CDU-Stadtverband seinen traditionellen Neujahrs- zu einem Frühlingsempfang umterminiert. Und die Veranstaltung ins Schlossparkmuseum verlegt. Hauptredner Manfred Rapp begrüsste diese Veränderung alljährlich mit immer neuen Beschreibungen. Am gestrigen Samstagnachmittag (28.2.2026) mit dem Hinweis darauf, dass Frühling für Aufbruch und neue Energie steht. Mit durch den Veranstaltungsort nahegelegten Rückblicken hielt sich der CDU-Fraktionsvorsitzende nicht lange auf.

Den Austritt von Birgit Ensminger-Busse aus Fraktion und Partei zum Jahresende 2025 erwähnte Rapp pflichtschuldig. Um den zum 1. Mai anstehenden personellen Wechsel von Mirko Helmut Kohl in den Stadtvorstand positiv herauszustellen. In seiner Rede führt Rapp weiter aus: „Unsere Stadt steht vor wichtigen Aufgaben. Die Entwicklung der Innenstadt, die Stärkung des Einzelhandels, bezahlbarer Wohnraum, solide Finanzen, desolateste Infrastruktur – alles Themen, die sich nicht von selbst regeln“.

Diesbezüglich bedürfe es „genau hinzuschauen und am Ende auch klare und zukunftsweisende Entscheidungen zu treffen“. Rapps Hoffnung: „vielleicht – ganz vielleicht – schaffen wir es gemeinsam, dass die Schlagzeilen über Bad Kreuznach nicht nur von Haushaltslöchern oder Parkplatzdiskussionen handeln, sondern von Aufbruch, Innovation und Zusammenhalt“. Mit der Feststellung „Nostalgie allein bezahlt keine Rechnungen“, fasste Rapp seine Überlegungen zur möglichen Teileinkürzung einer Saline zusammen.

„Ein Thema, das emotional diskutiert wird wie die Parkplatzordnung. Für die einen sind sie ein Wahrzeichen, ein Stück Heimatgeschichte“. Das Thema berühre mehr „als Holz und Technik“. Sondern Identität. „Wer Kurstadt sein will, muss auch sichtbar Kurstadt bleiben. Verantwortung bedeutet aber auch, ehrlich zu prüfen, was dauerhaft tragfähig ist. Ich sage Tradition bewahren, ja. Aber mit Augenmaß und solider Finanzierung,“ so Rapp.

Als weiteres Thema „mit ordentlich Sprengkraft“ führte der CDU-Fraktionsvorsitzende die mögliche Erweiterung des Steinbruchs im Bad Kreuznacher Stadtwald an: „die Befürworter sagen: Arbeitsplätze sichern, regionale Wertschöpfung stärken, kurze Transportwege erhalten. Die Kritiker warnen: Eingriff in Natur und Landschaft, Belastung für Anwohner, Verlust von Lebensqualität, Zerstörung der Natur. Und da merken wir wieder: Kommunalpolitik ist kein Schwarz-Weiß-Film. Sie ist eher ein Tatort mit vielen Verdächtigen“.

Am Ende müsse entscheiden werden, was für die Region und die Stadt langfristig tragfähig ist. Und fügte an: „Wirtschaft und Umwelt sind keine Gegner, sondern müssen Partner sein. Genau da liegt die Herausforderung. Zum historischen Kurmittelhaus im Bad Münsterer Kurpark merkte Manfred Rapp an: „dieses Gebäude darf kein Denkmal des Stillstands sein“. Rapp wünscht sich dass „die seinerzeit entfachte Euphorie beim Investor wieder aufflackert und gemeinsam ein schönes Projekt mit Strahlkraft entwickelt“ werden kann (weiterer Bericht folgt).