Wegen konkreten Leistungsdefiziten stehen einzelne Ämter der Stadtverwaltung schon seit vielen Jahren in der Kritik. Zunächst wurde von der damaligen Stadtspitze auf unbesetzte Stellen und eine überdurchschnittliche Personalfluktuation verwiesen. Dann kam heraus, dass der Krankenstand der Stadtverwaltung überdurchschnittlich groß war. Ausgerechnet in einer Zeit, in der mit Dr. Heike Kaster-Meurer eine Ärztin an der Stadt-Spitze stand.

Ihr Nachfolger Emanuel Letz hat auch dieses Problem geerbt. Und darauf mit erhöhten Ausgaben ins Gesundheitsmanagement der Verwaltung reagiert. Mehrere hunderttausend Euro Steuergeld wurden zwischenzeitlich zusätzlich für die Mitarbeitenden ausgegeben. Wie sich das auf die aktuelle Lage des Krankenstandes der Stadtverwaltung ausgewirkt hat, wollte Dr. Andreas Popp, selbst Mediziner, in der Einwohnerfragestunde der Stadtratssitzung am vergangenen Donnerstag (26.2.2026) erfahren.
Dr. Popp erinnerte daran, dass die vor rund einem Jahr öffentlich mitgeteilten Zahlen „katastrophal“ gewesen waren. Mit durchschnittlichen Krankheitstagen von über 30 im Jahr. Und erfragte Verbesserungen bzw Verschlechterungen. Oberbürgermeister Letz erklärte, dass ihm die Zahlen nicht vollständig vorliegen und verwies Dr. Popp auf die Stadtratssitzung im kommenden März. Dort würde die betriebliche Gesundheitsmanagerin die aktuelle Daten vorstellen.
Damit war Dr. Andreas Popp gar nicht einverstanden. Er brachte seine Erwartung zum Ausdruck, dass der Verwaltungschef derart wichtige Zahlen kennt und erklärte sich auch mit der Mitteilung zum Stichtag 31.12.2025 einverstanden. Dieser Aufforderung kam Emanuel Letz mit der Erklärung, er wolle keine falschen Zahlen in die Welt setzen, nicht nach. Darauf antwortete Dr. Andraes Popp mit dem Kommentar: „das ist unbefriedigend“.
