Am 12. Januar 1995 fasste der Rat der Stadt Bad Kreuznach den Beschluss zur Schaffung eines Behindertenbeirates. Beantragt hatten das Christoph Schabbach (t) und Claus Jotzo. Die beiden Stadtratsmitglieder (Fraktion STATT Partei) hatten die Initiative zusammen mit dem damals für die Poststelle der kreuznacher diakonie verantwortlichen Wolfgang Heblich, der später zum ersten Vorsitzenden des Beirates gewählt wurde, in hunderten von ehrenamtlichen Arbeitsstunden vorbereitet.

Im Oktober 1995 wurde dann die im Wesentlichen bis heute gültige Satzung des Gremiums in Kraft gesetzt. Und der Behindertenbeirat nahm seine Arbeit auf. Die im Jahr 2020 fällige Feier zum 25jährigen Jubiläum fiel – ohne dass die Stadtverwaltung daran gedacht hätte und eine amtliche Verschiebung erfolgt wäre – der Coronakrise zum Opfer. Vor zwei Jahren nahm sich dann der zuständige städtische Mitarbeiter Dirk Basmer der Sache an. Und so fand am gestrigen Mittwochnachmittag (25.2.2026) dann eine 30-Jahr-Feier statt.

Die heutige Vorsitzende des Behindertenbeirates, Annette Glöckner, nutzte die Gelegenheit darauf hinzuweisen, dass sich in den drei Jahrzehnten die Aufgabenstellungen für das Gremium – leider – nicht wesentlich geändert haben. Die selben Themen, die heute anstehen, fand Glöckner in den Sitzungsprotokollen der Anfangsjahre: der Löwensteg, zu kurze Gehphasen bei Fussgängerampeln und Probleme bei der Barrierefreiheit. Oberbürgermeister Letz lobte das Gremium als „starke und laute Stimme für Teilhabe“ (weitere Berichte und ein Kommentar folgen).

