Reaktionen auf roten Fussweg: „Gängelung mit roter Farbe“

Auf dem Rolf-Ebbeke-Platz hat die Parkplatz-Betreiberin BGK GmbH (Gesellschaft für Beteiligungen und Parken in Bad Kreuznach) rote Markierungen aufgetragen. In Farbwahl und Gestaltung, wie sie in der Innenstadt für Radwege verwendet werden. Versehen allerdings mit Piktogrammen, die Fussgänger zeigen. Und damit offensichtlich als Fussweg ausgewiesen. Die entsprechende Berichterstattung von tourismusbeitrag-so-nicht.de hat in den Sozialen Medien teils sehr emotionale Reaktionen ausgelöst. Die meisten fallen negativ aus.

So spricht unser Leser Thomas S. kurz und fündig von „Gängelung mit roter Farbe“. Petra T. fragt: „gab es die Farbe im Sonderangebot oder haben sie ein Abo gemacht?“ ReBecca M. sieht es so: „was für Steuergeld- Verschwendung. Unfassbar sowas. Dazu zieht es noch hässlich aus …“. Auch Kerstin H. denkt an den finanziellen Aspekt: „was das alles kostet, nur für so einen Blödsinn“. Carmen E. vermutet: „diese rote Farbe ist bestimmt dauerhaft im Angebot“. Beate H. meint „die Farbe ist noch übrig“.

Pia C. erkennt ein „krankes Farbengeschmiere“. Jens W. befürchtet „einen ganz kranken Fetisch“. Und auch Jeanette B. empfindet „Das ist einfach nur noch krank“. Petra Rosemarie F. ruft um „Hilfeeeeee“. Sonja G. „fällt echt Nix mehr ein“. Daniel F. schreibt: „es kann mir doch keiner erzählen, dass da nicht irgendwie ein Verwandter oder so von den Entscheidungen profitiert. Anders kann man dieses fanatische Verschandeln der Straßen nicht erklären“. Christian F. bewertet die Finanzierung: „die neuen Parkgebühren machens möglich“.

Scholly L. entlockt der rote Fußweg einige grundsätzliche Aussagen: „Wenn’s nicht so komisch wäre, könnte man(n) sich totlachen. Bekommen sie außer roter Farbe nichts mehr gebacken. Wollen die uns verarschen? Aus Tempo 30 km/h machen sie Tempo 20 km/h, die Radfahrer können vor lauter Lachen nicht mehr Radfahren. Wenn wir unser Auto schieben, sind wir schneller in der Stadt. Wäre nicht schlecht wenn sie erst mal die Parkplätze, die sie bewirtschaften in Schuss bringen. Siehe Kohlenweg oder Viadukt bei der Polizei.

Viel Geld fürs Parken nehmen aber das Geld nur in die Bäder zu stecken ist nicht sinnvoll. Wenn ich für einen Parkplatz so viel berappen muss, dann sollte er auch in Ordnung sein. Und nicht ein Schlammloch neben dem anderen“. Andy S. ahnt Weiterungen: „ich frage mich, wie wir es nur bis in diese Zeit ohne so’n Kram geschafft haben? Werden demnächst noch Fußabdrücke aufgemalt denen man dann folgen muss?“ Stefanie Maleen F. stört die Farbwahl: „das wird aber viele verwirren. Grün hätten die sein müssen“.

Sille E. sieht die Verwechslungsgefahr: „sollten sie das in die Stadt ausweiten, wird das lustig. Wenn dieses Männchen nur am Anfang aufgemalt ist, woher weiß ich dann als „Quereinsteiger“ mit dem Fahrrad, dass das keine Spur für mich ist?“ Pia C. ergänzt: „super, dann wird man von den Radfahrern noch vom Fußweg geklingelt. Kann man sich noch mehr anpöbeln lassen. Hauptsache die Stadt mit Farbe zukleistern. Kümmert euch mal lieber um die Brücken“.

Marlene D. kann das Grundanliegen verstehen: „naja, auf so (großen) Parkplätzen macht es schon (bisschen) Sinn. Aber wenn, dann in grün. In Parkhäusern o.ä. sind Bereiche für Fußgänger auch markiert. Besonders wenn Kinder dabei sind, ist das schon hilfreich“. Ulrike N. hat erkannt: „immer schön hinten an den parkenden Autos entlang. Ich habe noch gelernt, dass man immer vor Pkw entlanggehen soll, um Unfälle beim Ausparken zu vermeiden“. Vor allem wegen der vielen Schulterblick-Verweigerer auch die beim Öffnen der Fahrertür.

Klaus M. hat beobachtet: „hält sich fast keiner dran. Wie gewollt und nicht gekonnt!“ Jürgen P. kommentiert mit Ironie: „wir werden alle sterben ohne diese Markierungen“. Klaus U. benennt erheblich gewichtigere Probleme: „ohne Worte: Brücken weg aber Fussweg markiert. War auf jeden Fall billiger!“ Und vermutet wegen der Nähe zum Veranstaltungszentrum im Haus des Gastes: „könnte aber auch der rote Teppich sein für die Kreuznacher Prominenz“. Gerd R. fragt: „wer kommt denn auf solch eine Saublöde Idee?“