Kuriose Polizeiberichte (5): zwei 13jährige Mädchen stehlen Sexspielzeug

Der klare Schwerpunkt der tourismusbeitrag-so-nicht.de-Berichterstattung liegt auf der Bad Kreuznacher Kommunalpolitik. Ergänzt um wichtige Vorkommnisse im Naheland. Im Laufe der Jahre haben wir auf intensiven Leserwusch die Berichterstattung um Einsätze von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten erweitert. Es gibt Leser*Innen die in der Mitteilung dieser Fakten eine Schlechtdarstellung unserer Region erkennen. Für die gibt es die neue Rubrik „Kuriose Polizeiberichte“. In der wir ausgewählte Fälle aus Rheinland-Pfalz – außerhalb des Nahelandes – vorstellen. Nicht immer lustig. Aber aus dem Rahmen des Alltäglichen fallend. Auch um die hiesigen Verhältnisse zu relativieren:

Polizeiinspektion Landau: 41jähriger beschwert sich über Lärm – und wird vorläufig festgenommen (14.2.2026 – 12:46 Uhr)

Am gestrigen Nachmittag kam es gegen 17:00 Uhr in einer Unterkunft im Prießnitzweg in Landau aufgrund der Lautstärke eines Radios zu einem Streit zwischen einem 41-Jährigen und einem 73jährigen. Da sich der 41jährige in seiner Ruhe gestört fühlte, beschädigte er das Radio des 73jährigen. Daraufhin nahm der 73jährige ein Arbeitsmesser und bedrohte den 41jährigen hiermit. Bei der Sachverhaltsaufnahme wurde festgestellt, dass gegen den 41jährigen ein Haftbefehl bestand. Aufgrund dessen wurde der 41jährige festgenommen und am Folgetag einem Richter vorgeführt. Gegen die beiden Beteiligten wurde jeweils ein Strafverfahren eingeleitet.

Polizeiinspektion Speyer: 36jähriger randaliert nach Nichteinlass in die Wohnung eines 43jährigen (14.2.2026 – 12:30 Uhr)

Am frühen Freitagmorgen gegen 5 Uhr kam es in der Boschstraße zu einer mehrfachen Sachbeschädigung, unter anderem an einem Fahrzeug. Ein 36jähriger Speyerer hielt sich vor der Wohnung des 43jährigen Geschädigten auf und machte durch Klopfen auf sich aufmerksam. Der Zutritt wurde diesem jedoch verweigert. Was dem 36jährigen missfiel. Hieraufhin schraubte der Beschuldigte unter anderem das Vorderrad des Fahrrads des Geschädigten ab und warf dieses auf ein anderes Grundstück. Weiterhin riss er das Kennzeichen des Autos des 43jährigen ab und beschädigte dessen Zaun und den Außenrollladen. Der Gesamtschaden dürfte bei rund 300 Euro liegen. Den Beschuldigten erwartet nun ein Strafverfahren.

Polizeiinspektion Schifferstadt: 84jähriger blinkt – 86jährige nimmt ihm die Vorfahrt (13.2.2026 – 12:47 Uhr)

Am Donnerstag (12.2.2026) kam es um 11:21 Uhr in der Neustadter Straße in Mutterstadt zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Pkw. Ein 84jähriger fuhr mit seinem Auto in Richtung Ortsmitte und hatte hierbei versehentlich den rechten Blinker betätigt. An der Kreuzung zur Blockfeldstraße ging eine 86jährige daher davon aus, dass der bevorrechtigte Pkw von der Neustadter Straße in die Blockfeldstraße einbiegen wird und bog nach links in die Neustadter Straße ein, wodurch es zur Kollision beider Fahrzeuge kam. Keiner der Fahrzeugführer wurde verletzt. Beide Pkw waren nicht mehr fahrbereit und wurden mit Hilfe der Polizei an den Fahrbahnrand geschoben. Insgesamt entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 10.000 Euro.

Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern: 31jähriger hält Frau am Hauptbahnhof eine Waffe an den Kopf (13.2.2026 – 12:59 Uhr)

Am Nachmittag des 12.2.2026 kam es am Mainzer Hauptbahnhof zu einem Einsatz der Bundespolizei. Die eingesetzten Kräfte konnten beobachten, wie ein Mann einer Frau aus geringer Entfernung eine schwarze Pistole an den Kopf hielt. Die Beamten forderten umgehend weitere Kräfte zur Unterstützung an, um eine Kontrolle durchzuführen. Bei Annäherung des Mannes, wurde er umgehend angesprochen und aufgefordert seine Hände aus seinen Taschen zu nehmen. Dieser Aufforderung kam der Mann, ein 31jährige Deutscher, zu keinem Zeitpunkt nach, weshalb die Beamten ihm den Einsatz eines Tasers (Distanz-Elektroimpulsgerät, DEIG) androhten.

Der Mann konnte schließlich zu Boden gebracht und gefesselt werden. Dabei leistete dieser erheblichen Widerstand, wobei es zu Tritten gegen die Polizisten kam. Ebenso wurden die Beamte bedroht und bespuckt, weswegen dem Mann eine Spuckhaube angelegt werden musste. Verletzt wurde bei diesem Einsatz niemand. Bei der Dursuchung konnte schließlich eine Softair aufgefunden und sichergestellt werden. Ein auf der Dienstelle durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,11 Promille. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstand und tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte und Bedrohung eingeleitet.

Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern: ohne Promille: 20jährige zofft sich mit 21jähriger – und der Polizei (13.2.2026 – 11:17 Uhr)

Auch am 13.2.2026 kam es am Hauptbahnhof Mainz zu einem Polizeieinsatz. Während eines Streifengangs bemerkten Beamte der Bundespolizei gegen 1 Uhr einen Streit zwischen zwei Frauen. Dabei handelte es sich zunächst um eine verbale Auseinandersetzung. Hier soll eine 20jährige afghanische Staatsangehörige sich aggressiv gegenüber einer 21jährigen Frau, ebenfalls mit afghanischer Staatsangehörigkeit, verhalten haben. Beim Einschreiten der eingesetzten Kräfte, reagierte die 20jährige Frau aggressiv und unkooperativ.

Dem darauf erfolgten Platzverweis, der ihr von den Beamten erteilt wurde, kam sie zu keiner Zeit nach. Auch nach erfolgter Androhung, dass man den Platzverweis mit Zwang durchsetzen würde, folgte die Frau der Anweisung nicht. Bei der Durchsetzung der Maßnahme, ließ sich die in Gewahrsam genommene Frau mehrmals absichtlich fallen und fing an zu schreien. Sie konnte anschließend auf das Bundespolizeirevier Mainz verbracht werden. Dort ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,0 Promille. Gegen die 20jährige Frau wurde eine Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Polizeipräsidium Mainz: Senior wird über eine Jahr lang von angeblichem Europol-Beamten abgezockt (13.2.2026 – 11:00 Uhr)

Dank eines aufmerksamen 45jährigen Zeugen wurde bekannt, dass ein älterer Mann Opfer eines Betruges geworden ist. Der Mitteiler hatte den Senior beim Erwerb mehrerer Paysafe-Karten in einem Supermarkt beobachtet und ihn daraufhin angesprochen, da ihm dies ungewöhnlich erschien für einen Herrn dieses Alters. Daraufhin gab der Geschädigte an, die Karten seien für „Interpol“.

Nach Bekanntwerden des Sachverhalts wurde der 86jährige Mann durch Polizeikräfte kontaktiert und anschließend zu Hause aufgesucht. Dabei stellte sich heraus, dass der Senior nach eigenen Angaben seit über einem Jahr in regelmäßigem Kontakt mit einem angeblichen „Oberst der Europol“ stehe. Im Rahmen dieses Kontakts habe er fortlaufend Geld überwiesen sowie Paysafe-Karten und ähnliche Zahlungsmittel erworben und die jeweiligen Codes weitergegeben.

Der vermeintliche „Oberst“ habe dem Geschädigten seit über einem Jahr glaubhaft versichert das Geld für ihn gewinnbringend anzulegen und eine Art Vermögensaufbau für den Rentner zu betreiben. Der bislang bekannte Schaden beläuft sich auf mindestens 40.000 Euro. Es ist nicht auszuschließen, dass die tatsächliche Schadenshöhe darüber hinausgeht. Der Geschädigte wurde umfassend über die gängige Betrugsmasche „Falscher Polizeibeamter / Falscher Europol-Mitarbeiter“ aufgeklärt und eindringlich sensibilisiert, keinerlei weitere Zahlungen zu leisten oder Codes weiterzugeben.

Die Polizei warnt eindringlich: internationale Polizeibehörden wie Europol oder Interpol fordern niemals telefonisch oder über Messenger-Dienste Geldzahlungen, Wertkarten-Codes oder Überweisungen. Seien Sie besonders misstrauisch, wenn unbekannte Personen hohe Geldbeträge, Gutscheincodes oder Kryptowährungen verlangen und dabei mit offiziellen Titeln oder Behörden auftreten. Sprechen Sie mit Angehörigen oder Vertrauenspersonen, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig erscheint. Im Zweifel informieren Sie umgehend die Polizei.

Polizeidirektion Kaiserslautern: zwei 13jährige Mädchen stehlen u.a. Sexspielzeug (12.2.2026 – 12:20 Uhr)

Am Mittwochmittag waren zwei 13jährige Langfinger in der Fußgängerzone unterwegs. Als sie in einem Drogeriemarkt den Alarm auslösten, dürfte ihnen vor allem das bei ihnen sichergestellte, erbeutete Diebesgut die Schamesröte ins Gesicht getrieben haben. Kurz vor 14 Uhr informierte die Filialleitung die Polizeikräfte des Haus des Jugendrechts über den Vorfall. Vor Ort nahmen die Beamten die beiden 13jährigen Mädchen in Obhut.

Gestohlen hatten die beiden Kinder neben Süßwaren, Kosmetikartikeln und Spielzeugfiguren auch einen etwas schlüpfrigeren Artikel: ein Sexspielzeug. Die Einsatzkräfte nahmen eine Anzeige auf und überstellten die Mädchen an ihre Erziehungsberechtigten. Mit 13 Jahren sind sie zwar noch nicht strafmündig, doch eine Lehre war es den Kindern hoffentlich trotzdem.

Polizeipräsidium Koblenz: Hund ohne Leine mit Krawatte freilaufend (12.2.2026 – 11:45 Uhr)

Am Tag vor der diesjährigen Altweiberfastnacht, also am 11.2.2026, wurde durch das Ordnungsamt der Stadt Koblenz ein freilaufender und verkleideter Hund im Stadtgebiet gemeldet. Der Hund, welcher passend zur fünften Jahreszeit mit einer Krawatte ausgestattet war, konnte allerdings relativ zeitnah wieder durch den Halter gesichert werden. Die Polizei Koblenz wünscht allen zweibeinigen und vierbeinigen Jecken eine friedliche und sichere Karnevalszeit!

Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern: per Haftbefehl gesuchter wird als Schwarzfahrer auffällig – und verhaftet (10.2.2026 – 10:37 Uhr)

Am 9.2.2026 kontrollierten Beamte der Bundespolizei am Mainzer Hauptbahnhof einen Mann, der zuvor bei einer Fahrkartenkontrolle ein falsches Ticket vorgezeigt hatte. Bei der Überprüfung seiner Personalien im polizeilichen Fahndungssystem stellte sich heraus, dass gegen den 63jährigen georgischen Staatsangehörigen mehrere offene Haftbefehle vorlagen. Es handelte sich um Ausschreibungen der Staatsanwaltschaften Dortmund und Stade wegen Diebstahls sowie einen Untersuchungshaftbefehl der Ausländerbehörde in Harburg.

Darüber hinaus bestand gegen den Georgier eine Aufenthaltsermittlung der Staatsanwaltschaft Lüneburg, ebenfalls aufgrund eines Diebstahls. Der Mann wurde daraufhin vorläufig festgenommen und zur Dienststelle der Bundespolizei Mainz gebracht. Dem Festgenommen war es nicht möglich die offenen Geldstrafen von 800 Euro und 300 Euro zu zahlen, weshalb er zur Vollstreckung der Ersatzfreiheitsstrafe von insgesamt 70 Tagen in die Justizvollzugsanstalt (JVA) Rohrbach verbracht wurde. Ebenso wurde gegen den Georgier ein Ermittlungsverfahren wegen unerlaubten Aufenthalts sowie Betrugs eingeleitet.