Friedlich-fröhliche Narren feierten im Käfig

Wieder einmal über 10.000 Närrinnen und Narren, mehr als in der Landeshauptstadt Mainz, feierten den gestrigen Altweiberdonnerstag in der Nahemetropole. Seit 2004 findet die Großveranstaltung in einem umzäunten Areal statt („Narrenkäfig“), was sich auf die Begleitumstände nachhaltig positiv ausgewirkt hat. Und auch im Käfig geht es – sicherlich auch motiviert durch ein von Polizei, kommunalem Vollzugsdienst und SECO-Security (seit 2008) konsequent umgesetztes Sicherheitskonzept – weniger wild zu, als in der Zeit vor 22 Jahren.

So zeigten sich dann auch alle beteiligten Verantwortlichen in der traditionellen Pressekonferenz am gestrigen Abend äußerst zufrieden mit dem Ablauf auch der diesjährigen Ausgabe des Narrenkäfigs. Oberbürgermeister Emanuel Letz dankte den Fastnachtsvereinen für ihr Engagement. Polizeidirektor Sebastian Schick betonte die vergleichsweise und relativ geringe Zahl der Körperverletzungsdelikte und zeigte sich „sehr, sehr zufrieden“ mit der Lage. Dem schlossen sich der Leiter des städtischen Vollzugsdienstes, Jörg Keil, und Uwe Gimulla, der seit vielen Jahren den Altweiber-Einsatz von SECO-Security leitet, vollinhaltlich an.

Cornelia Christmann-Faller vom Verein der Kreiznacher Narrefahrt, der auch den Narrenkäfig veranstaltet, zog ebenfalls eine positive Bilanz. Sie lobte die Bad Kreuznacher und ihre Gäste als „feierfreudiges Völkchen“. Bewährt hat sich laut der Zugmarschallin der große Preisunterschied für die Eintritts-Bändchen zwischen Vorverkauf (10 Euro) und Tageskasse (15 Euro): 10.100 wurden bereits im VV abgesetzt. „Rundherum zufrieden“ erklärte sich auch Philipp Köhler vom DRK mit dem Einsatz im und rund um den Narrenkäfig:

„Zählt man die ehrenamtlich erbrachten Stunden des DRK-Sanitätsdienstes zusammen, so kommt man auf die stolze Zahl von 845 Helferstunden – Vor- und Nachbereitung nicht mitgerechnet. Die 65 Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler waren schon am frühen Vormittag mit den Vorbereitungen beschäftigt, damit pünktlich zum Start der Veranstaltung alles einsatzbereit war. Während der Veranstaltung lief für die Sanitäterinnen und Sanitäter des DRK alles reibungslos. Die Zusammenarbeit mit Veranstaltungsteam, Sicherheitsdienst und der Polizei sowie den Verantwortlichen der Stadtverwaltung lief aus unserer Sicht erneut hervorragend.

Da sind wir in Bad Kreuznach ein eingespieltes Team. Für die Einsatzkräfte des Roten Kreuzes hielt der Narrenkäfig in den Abendstunden einige Einsätze bereit. Insgesamt versorgten die Sanitäterinnen und Sanitäter rund 50 Patientinnen und Patienten vor Ort. Hier kam es zu kleineren Verletzungen und ambulant behandelbaren Kreislaufproblemen. Bei 16 Besucherinnen und Besuchern war eine Weiterbehandlung in umliegenden Krankenhäusern erforderlich. Der Sanitätsdienst rund um den Narrenkäfig ist für die Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler jedes Jahr eine große organisatorische Leistung.

Eigens für die Veranstaltung hielt das DRK als Sanitätsdienst vier Rettungswagen, zwei Krankentransportwagen, drei Behandlungszelte und ein Notarztzubringerfahrzeug bereit – alles rein ehrenamtlich besetzt und genau so umfangreich ausgestattet, wie die Fahrzeuge des Rettungsdienstes. Wir sind froh, dass wir auf eine so große Zahl an ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern setzen können. Ohne deren Engagement wären solch große Dienste nicht machbar.

Gute Laune der Verantwortlichen und der Veranstalter nach den ersten sieben Narrenkäfig-Stunden am gestrigen Altweiberdonnerstag (12.2.2026) gegen 18:20 Uhr.

Als Rotkreuzfamilie unterstützen wir uns auch gegenseitig und helfen einander aus. So konnten wir in diesem Jahr auch DRK Bereitschaften aus den Landkreisen Birkenfeld und dem Rhein-Hunsrück-Kreis bei uns begrüßen“. Bereits am morgigen Samstag steht für die Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler mit der Kreiznacher Narrefahrt der nächste große Sanitätsdienst an. Rund 70 ehrenamtliche Einsatzkräfte des DRK werden dabei im Einsatz sein und für die Sicherheit der Närrinnen und Narren sorgen.