LiHi begrüßt Sperrung der Gustav-Pfarrius-Strasse – Leser*Innen sind empört

Der tourismusbeitrag-so-nicht.de-Bericht über die Pläne der Stadt zur Sperrung der Gustav-Pfarrius-Strasse für den Pkw-Verkehr in Höhe des Lina-Hilger-Gymnasiums hat hohe Wellen geschlagen. Wenig überraschend fällt der Kommentar von LiHi-Schulleiter Stefan Hammer eindeutig positiv aus: „ich begrüße die geplante Maßnahme sehr“, hat Hammer auf Anfrage mitgeteilt. Seine Begründung: „damit wird die Verkehrssicherheit für unsere Schülerinnen und Schüler deutlich erhöht“. Der Schulleiter stellt weiterhin fest, in dieser Sache „schon seit längerem mit der Stadt im Gespräch“ gewesen zu sein.

Das will die Stadt verbieten: von der Ringstrasse soll der Verkehr nicht mehr in die Gustav-Pfarrius-Strasse einfahren dürfen.

Diese Bewertung wurde gestern auf der Facebook-Seite von tourismusbeitrag-so-nicht.de und in den Zuschriften an die Redaktion nur von einer einzigen Person gestützt. Ulrich M. kann die Interessenslage der Schulverantwortlichen vollinhaltlich nachvollziehen. Und kritisiert die Sperrungs-Gegner mit deutlichen Worten: „Wow. Alle finden es toll, dass die Kinder gefährdet werden. Die meisten, die hier rumkotzen, nutzen diese Straße wahrscheinlich noch nicht mal. Eigentlich müsste rund ums LiHi und die Ringschule der Verkehr für Autos gesperrt werden, zumindest zu Schulzeiten“.

Die übergroße Mehrheit der Kommentatoren sieht das ganz anders. Einige sprechend den zuständigen Baudezernenten, Oberbürgermeister Emanuel Letz (FDP) direkt an. Wie Hartmut H.: „also wenn der Letz das jetzt noch zulässt, gehört er meiner Meinung nach direkt mit sofortiger Wirkung seines Amtes enthoben! … Es wird in letzter Zeit soviel unnützes Zeug in Kreuznach beschlossen und gemacht, da muss man sich wirklich mal fragen, ob die ganzen Verantwortlichen wirklich noch dicht sind. Aber wo ich mir zu 100% sicher bin: der wird Kreuznach noch ganz ruinieren … .“

Tobias E. schlägt vor: „am besten die ganze Stadt entweder als Einbahnstraße machen. Oder gleich die Zufahrten zur Stadt zumachen und eine Mauer drum bauen“. Auch Christine S. ist empört: „Stadtrat und Konsorten legen den Verkehr in Bad Kreuznach lahm. Ich habe zwar kein Elterntaxi: aber was soll das? Die Elterntaxen sind morgens 15 Minuten und nach Schulende 15 Minuten unterwegs. Aus diesem Grund soll eine viel genutzte Straße für Autofahrer gesperrt werden? Das ist wohl das „Letz“te …“. Carmen E. unterstützt die Kritik an den Eltern-Taxis:

„Wir sind früher auch gut und sicher zur Schule gekommen. Ohne Taxi etc. Sondern zu Fuß. Das ist alles nur eine Erziehungssache. Die Kinder heute habe alle keine gute Kinderstube mehr, sondern werden auf der Straße groß“. Denise P. fragt: „ansonsten geht es denen noch gut? Diese Strasse wird dringend für den Verkehr benötigt. Gegen die Elterntaxis gibt es bestimmt auch andere Lösungen!“ Frau Funk ärgert sich: „der Busverkehr allein … Die Stadt ist so am Arsch. Nur Versager in der Planung“. Leser Scholly L. meint: „was für ein Tollhaus. Tempo 30, Straßen sperren und so den Morgen- und Abendverkehr schön in den Stau schicken.

Das wird richtig lustig am Lidl-Kreisel zu stehen und die ganzen Abgase einzuatmen. Stellt den OB und die Radfahrer GmbH auf den Kreisel. Ganz zu schweigen von den Bussen: Die können Werktags die 20-Minuten-Fahrzeiten knicken. Ich glaube nicht das dass funktioniert. Unglaublich wie man sich sowas ausdenken kann. Klein Utopia lässt grüßen“. Christopher K. befürchtet: „also parken die dann die LiHi-Strasse oder die Ringstrasse dicht. Stellt ein Lotsen hin, wie früher und wer mitten auf der Gaß anhält, um sein Kind ’nur schnell‘ einsteigen zu lassen, Bild machen, Knollen zuschicken!

Aber die Stadtmitte-Zufahrt abzusperren ist Irrsinn!“ Steven H. fragt sich und andere: „auf welche bescheuerten Ideen kommen die noch?“ Andy S. ist sich sicher: „Totgeburt. Die Durchfahrt wird dort genauso missachtet werden, wie an der Dr.-Martin-Luther-King-Schule oder im Bereich der Fußgängerzone Wassersümpfchen / Wormser Straße“. Karl Huber sieht es so: „das Ganze ist nur noch Abzocke, sonst gar nix. Wer erwischt wird, zahlt. Die Stadt ist so was von Bankrott, wie noch nie. Und es ist bestimmt noch kein Ende in Sicht“.

Danny S. meint (angesichts der Totalausfälle an der Pauluskirche und in der Richard-Wagner-Strasse vielleicht nicht ganz ernst gemeint): „es gibt doch bereits gut funktionierende, elektrisch versenkbare Poller, die man installieren könnte …“. Kerstin F. screibt: „die Elterntaxis sind vielleicht morgens und auch mittags für ca 15 Minuten das Problem. Aber was bitte soll es bringen, die Durchfahrt der Gustav-Pfarrius-Strasse zu sperren? Genau um die Ecke in der Ringstraße gibt es genau die gleiche Situation. Elterntaxis sind generell an allen Schulen ein Thema. Warum wird gerade das LiHi so hervorgehoben?

Mit der Sperrung verlagert sich doch nur das Problem. Dann werden die Kinder eben an anderer Stelle rausgelassen. Das Chaos für die Anwohner in der Lina-Hilger-Strasse möchte ich mir gar nicht vorstellen. Und dann noch das Chaos in der Alzeyer Strasse“. Was will man wirklich mit dieser Schließung bewirken?“ Frank D. „es wird immer schlimmer in Kreuznach!“ Karl H. ergänzt: „Eltern-Taxi – das Wort des Jahres. Das ist doch alles nur den Grünen zu verdanken. Jahrzehnte hat es kein Mensch interessiert. Jetzt auf einmal ist es lebensnotwendig. Ist meine Meinung.“