Leserbrief von
Dr. Andreas Popp
„Anfang Januar, anlässlich seines 50igsten Geburtstages, forderte der Oberbürgermeister Ideen zur Lösung der Probleme der Stadt ein. Kritik gäbe es schon genug. Nun hat unsere politische Spitze gerade das Problem eines gründlich gegen die Wand gefahrenen Haushalts. Und muss also irgendwie Geld in die Kasse spülen. Weshalb man einige Parkuhren gekauft und besonders im Kurviertel verteilt hat. „Do drei Märk un do drei Märk, es läbbät sich zusamme“ wie einst die Gonsbachlerchen formulierten.

Nun gibt es aber Proteste und einen Boykott der Anwohner, indem man einfach woanders parkt. Potentiellen Touristen oder Kurgästen wird es egal sein, sie kommen erst gar nicht mehr. Man läuft somit Gefahr, die über einhunderttausend Euro für die Parkscheinautomaten in den Sand gesetzt zu haben, ganz so wie die defizitären Investitionen der Vergangenheit, diese allerdings gerne auch in Millionenhöhe.
Jetzt verkündet der OB, die Speerspitze der städtischen Politik, dass man nun über ein Verkehrskonzept nachdenken werde. Womit man ein „Büro“ beauftragen werde. „Donnerlittchen“ ruft an dieser Stelle schreckensbleich der Steuerzahler und begreift, wie dringend unsere politische Spitze auf Rat angewiesen ist. Deshalb an dieser Stelle der konstruktive Vorschlag für den Fall zukünftiger politischer Entscheidungen: erst denken, dann handeln! Und nicht umgekehrt. Oder, im übertragenen Sinne: erst die Hose, dann die Schuhe“.
