In New York würden sie das nicht einmal als Schnee bezeichnen. In Bad Kreuznach lösen bereits wenige, vom Wetterdienst bereits tags zuvor angekündigte Flocken bei einigen Verkehrsteilnehmer*Innen Angst und Schrecken aus. Und führen, wie am gestrigen Dienstag (3.2.2026) aufgrund fahrerischer Defizite und Unvernunft zu Unfällen. Jetzt könnte man denken: nach dem ÖPNV-Streiktag am vorgestrigen Montag schlägt in dieser Lage die Stunde des Busverkehrs. Weit gefehlt. Statt Kompetenz im Personentransport zu zeigen, versagte die KRN einmal mehr.

Vor allem ältere Fahrgäste, die sich noch an die Beförderungsqualität mit einsatzfreudigen Busfahrern aus den Zeiten der Städtischen Betriebs- und Verkehrsgesellschaft und deren privaten Nachfolgedienstleisters bei tatsächlichen winterlichen Bedingungen mit zentimeterhohem Schnee und tiefen Minusgraden erinnern, wurden durch das Leistungsdefizit der KRN im Stadtgebiet sehr enttäuscht. Die Busgesellschaft, deren Angebot die Stadt alljährlich mit Steuermitteln in Millionenhöhe subventioniert, versagte einmal mehr.

Hunderte Kund*Innen wurden im Stich – und in der Kälte stehen gelassen. Die tourismusbeitrag-so-nicht.de-Redaktion hat einen Fall vollständig dokumentiert. An der Bushaltestelle Bosenheimer Strasse Mitte (Nähe Jettankstelle). Dort sind die Linien 630 und 223 im Dienst. Also an normalen Tagen. Gestern nur ab und zu. Zwischen 17:43 Uhr bis 19:05 Uhr kamen drei fahrplanmäßig stadtauswärts eingesetzte Busse nicht. Mehrere Frauen, die aufgrund ihrer vollen Einkaufstaschen nicht zu Fuß heimgehen konnten, mussten mit ansehen, wie in Gegenrichtung, also stadteinwärts, drei Busse fuhren – und zusätzlich zwei mit „Dienstfahrt“ ausgezeichnete Busse.

Aber in ihre Richtung keiner. Was diese Frauen zwang eineinhalb Stunden in Kälte und Nieselregen im Freien zu warten. Zusätzlich provoziert von einem KRN-Bus, der stadtauswärts fahrend kurz vor der Haltestelle nach links auf den ALDI-Parkplatz abbog und dort anhielt. Keiner der sechs Busfahrer hielt es für erforderlich an die Wartenden eine Information zu geben. Bei der tourismusbeitrag-so-nicht.de-Redaktion gingen weitere Beschwerden mit ähnlichen Sachverhalten ein. Weil die Kommentare der Betroffenen zu dieser KRN-Fehlleistung möglicherweise zivil- und / oder strafrechtliche Konsequenzen hätten, geben wir diese nicht weiter.
Auf der KRN-Homepage wurde gestern lediglich allgemein – ohne jede Linienangabe – auf Verspätungen hingewiesen. Konkrete Presseerklärungen, mit denen die Onlinemedien die Bevölkerung hätten informieren können, gabs – natürlich – auch nicht. Die werden nur verschickt, wenn Wichtigtuer im Amt sich mal wieder öffentlich präsentieren möchten. Wenn es um die Bedürfnisse der Menschen geht herrscht Sendepause. Und dann wundern sich Politiker*Innen über ihr und das schlechet Image des ÖPNV.
