Kuriose Polizeiberichte (3): Einbrecher mit Wahnvorstellungen

Der klare Schwerpunkt der tourismusbeitrag-so-nicht.de-Berichterstattung liegt auf der Bad Kreuznacher Kommunalpolitik. Ergänzt um wichtige Vorkommnisse im Naheland. Im Laufe der Jahre haben wir auf intensiven Leserwusch die Berichterstattung um Einsätze von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten erweitert. Es gibt Leser*Innen die in der Mitteilung dieser Fakten eine Schlechtdarstellung unserer Region erkennen. Für die gibt es die neue Rubrik „Kuriose Polizeiberichte“. In der wir ausgewählte Fälle aus Rheinland-Pfalz – außerhalb des Nahelandes vorstellen. Nicht immer lustig. Aber aus dem Rahmen des Alltäglichen fallend. Auch um die hiesigen Verhältnisse zu relativieren:

Polizeiinspektion Lauterecken: Kupferkabeldiebstahl aus Wohnhaus (30.1.2026 – 15:38 Uhr)

Beim Öffnen seiner Haustür und dem anschließenden Betätigen des Lichtschalters am vergangenen Donnerstagabend (29.1.2026) stellte ein 54jähriger Hausbesitzer fest, dass das Gebäude ohne Strom war. Bei der anschließenden Überprüfung bemerkte der Mann, dass in das Haus eingebrochen worden war. Über dem Sicherungskasten stellte der Anzeigenerstatter mehrere abgetrennte Kabel fest. Wie sich herausstellte, hatte ein bislang unbekannter Täter sämtliche Aufputz-Elektroinstallationen aus dem zeitweise unbewohnten Haus entfernt und die Elektroleitungen entwendet.

Um in das Gebäude zu gelangen, schlug der Täter zuvor eine Fensterscheibe im Keller ein. Nach derzeitigem Ermittlungsstand dürfte es den Tätern insbesondere auf das in den Elektrokabeln enthaltene Kupfer abgesehen haben. Darüber hinaus wurden mehrere elektrische Werkzeuge aus dem Anwesen gestohlen. Der entstandene Gesamtschaden wird auf rund 3.000 Euro geschätzt.

Polizeiinspektion Kusel: mehr Kraft als Hirn beim Einbruchsversuch (30.1.2026 – 8:25 Uhr)

Beträchtlichen Schaden hinterließen im Ergebnis beute- und damit erfolglose Bösewichte an der Eingangstür einer Tankstelle. Aufnahmen der Videoüberwachung belegen, dass am vergangenen frühen Freitagmorgen (30.1.2026) gegen 1:30 Uhr ein Fahrzeug rückwärts zum Eingangsbereich der Tankstelle in der Mühlstraße fuhr. Zwei offensichtlich untalentierte Täter machten sich an der Eingangstür zu schaffen und verließen die Örtlichkeit schließlich unverrichteter Dinge. Bei der Tatausführung wurde offenbar mehr Kraft als Hirn aufgewendet: die Tür blieb verschlossen. Der angerichtete Schaden liegt im vierstelligen Bereich.

Polizeidirektion Ludwigshafen: Gebührenverweigerer beleidigt Mitarbeiter des Frankenthaler Bürgerbüros (29.1.2026 – 15:20 Uhr)

Im Bürgerbüro der Stadtverwaltung Frankenthal kam es am Mittwochmittag gegen 12 Uhr zu einem Zwischenfall mit einem aggressiven Besucher. Der Mann hatte die Ausstellung eines Personalausweises beantragt, weigerte sich jedoch, die hierfür anfallende Gebühr zu entrichten. Infolge dessen geriet der spätere Beschuldigte so in Rage, dass er zwei anwesende Mitarbeitende der Stadtverwaltung beleidigte.

Diese verständigten daraufhin die Polizei. Eine kurze Zeit später eintreffende Streife stellte den Mann vor Ort fest und führte eine Kontrolle durch. Nach Abschluss der Sachverhaltsaufnahme wurde ihm für den restlichen Tag ein Platzverweis erteilt. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen Beleidigung eingeleitet.

Polizeidirektion Neustadt/Weinstraße: Streife entlarvt falsche Personalienangabe (28.1.2026 – 21:50 Uhr)

Am Mittwochabend vergangener Woche (28.1.2026) um 19:40 Uhr wurde der Fahrer eines Opels in der Eugenie-Abresch-Straße in 67434 Neustadt/Weinstraße einer Verkehrskontrolle unterzogen. Hierbei gab der Fahrer zunächst die Daten eines Familienangehörigen an, welcher im Besitz einer Fahrerlaubnis ist. Während der Überprüfung des Mannes konnten jedoch die korrekten Personalien ermittelt werden. Hierbei wurde bekannt, dass dieser nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist.

Ferner stand der aus Mannheim stammende Mann unter dem Einfluss von Kokain und Cannabis. Im Verlauf der Maßnahmen räumte dieser zudem ein, den Fahrzeugschlüssel unberechtigt an sich, und den Opel somit unberechtigt genutzt zu haben. Dem Mannheimer wurde letztlich eine Blutprobe entnommen und der Fahrzeugschlüssel wurde sichergestellt. Nun kommen auf diesen mehrere Straf-, sowie Ordnungswidrigkeitsverfahren zu. Des Weiteren wird die zuständige Fahrerlaubnisbehörde über den Vorfall informiert.

Polizeipräsidium Mainz: wohnsitzlose Polen behindern Rettungseinsatz (28.1.2026 – 9:09 Uhr)

Am Dienstagnachmittag vergangener Woche (27.1.2026) gegen 16 Uhr ersuchte die Rettungsleitstelle die Polizei um Unterstützung, da eine behandlungsbedürftige Person in der Nackstraße von vier bis fünf Personen umringt wurde und eine erforderliche Behandlung so nicht möglich war. Die durch die Einsatzkräfte angetroffene Personengruppe war bereits für zwei vorherige Polizeieinsätze am Bahnhof verantwortlich, da sie dort lautstark herumschrien, Passanten belästigten und sich untereinander prügelten.

Damit die stark alkoholisierte Person behandelt werden konnte, wurden zunächst allen Personen Platzverweise erteilt. Diesem kamen drei Personen nicht nach, weswegen diese vom Schauplatz teilweise weggeschoben werden mussten. Da bedauerlicherweise auch diese Maßnahme keine Wirkung zeigte und sich zudem Passanten beschwerten, dass sie aggressiv auf polnischer Sprache angeschrien würden, musste den drei Personen die Ingewahrsamnahme erklärt werden. Ein 28jähriger und zwei 37jährige, allesamt wohnsitzlose Männer, mussten daraufhin die Nacht in einer Polizeizelle verbringen.

Polizeidirektion Ludwigshafen: Verkehrsgefährdung durch Schleicher (26.1.2026 – 9:55 Uhr)

Wie bereits am 19.12.2025 berichtet, befuhr der 74jährige Fahrer eines grauen Opels am Nachmittag des 18.12.2025 die Bundesstraße 9 zwischen der Auffahrt Speyer-West und der Abfahrt Speyer-Nord in Fahrtrichtung Ludwigshafen. Der 74Jährige schlich hierbei lediglich mit einer Geschwindigkeit von etwa 10 km/h auf der rechten Fahrspur. In der Folge kam es zu mehreren gefährlichen Brems- und Ausweichmanövern anderer Verkehrsteilnehmer. Die Polizei sucht nun dringend Zeugen, die sich an den Vorfall erinnern und diesen beobachten konnten oder selbst durch die Fahrweise des 74jährigen gefährdet oder behindert wurden.

Polizeiinspektion Frankenthal: Einbrecher mit Wahnvorstellungen gefasst (25.1.2026 – 12:15 Uhr)

Am Samstag, dem 24.1.2026 um 19 Uhr, meldete ein Zeuge brennendes Licht und eine aufgehebelte Türe an einem leerstehenden Bürogebäude in der Hammstraße. Die eingesetzte Streife stellte bei der Ortsbegehung einen 35jährigen Mann im Objekt fest. Der Mann wurde im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen aufgrund von Wahnvorstellungen bei einer psychiatrischen Klinik vorgestellt. Der Schaden am Objekt wird auf rund 200 Euro geschätzt. Es wurde nichts entwendet.

Polizeidirektion Neuwied/Rhein: Frauen als Trickdiebinnen unterwegs (25.1.2026 – 12:10 Uhr)

Am Samstag der vorvergangenen Woche (24.1.2026) wurde die Polizeiinspektion Straßenhaus über falsche Caritas bzw. Malteser-Mitarbeiterinnen informiert. Jeweils versuchten zwei Damen, vornehmlich bei älteren Herrschaften, vorstellig zu werden und ihre Hilfe anzubieten. Unter einem Vorwand (hier: ein Toilettengang) suchte eine im Haus nach Wertgegenständen und Bargeld, während die Zweite bei den Bewohnern blieb. Gegen 16 Uhr waren sie schließlich im Bereich Rengsdorf unterwegs. Hier wurde sich als Malteser-Mitarbeiter ausgegeben. Dabei gelang ihnen der Diebstahl von Schmuck in vermutlich vierstelligem Eurobereich. Die Personenbeschreibung in diesem Fall:

Beide europäischer Phänotyp; etwa 25 bis 30 Jahre; schlank; blonde Haare; sprachen akzentfreies Deutsch; eine trug ein weißes T-Shirt mit der Aufschrift DRK und die Zweite eine graue Jacke. Weiter Fälle ereigneten sich bereits am Vormittag gegen 12:45 Uhr in Marienhausen und um ca. 16:10 Uhr in Hardert. Hierbei blieb es jeweils bei einem Versuch, weil die Bewohner misstrauisch wurden und die Damen dann das Anwesen verließen. Personenbeschreibung bei den Vorfällen in Marienhausen und Hardert: beide mit europäischem Phänotyp; etwa 25 bis 30 Jahre; dunkle Haare. Eine mit weißem Mantel und weißem Pulli mit Aufschrift Caritas. Die Andere trug einen dunklen Mantel.