Stadt hält an Steinbruch-Plänen fest: 6 Hektar Wald sollen abgeholzt werden

Diese widersprüchliche Position der Stadt stört immer mehr Einwohner*Innen: in der Innenstadt wollen die Verantwortlichen mit 4 (in Worten: vier) Container-Bäumen auf dem Kornmarkt das Stadtklima verbessern. Gleichzeitig sollen gut zwei Kilometer westlich sechs Hektar Wald, also viele tausend Bäume und Büsche, für eine Steinbrucherweiterung abgeholzt werden. Noch vor zwei Wochen sollte dieser radikale Eingriff ins Stadegebiet lediglich im Grundstücksausschuss und in dem für Wirtschaftsentwicklung beraten werden.

Wie schon in der Sache ist die städtische Vorgehensweise auch in der Form widersprüchlich. Am 22.1.2026 hatte die tourismusbeitrag-so-nicht.de-Redaktion bei der Stadt schriftlich eine entsprechende Ankündigung des Oberbürgermeisters hinterfragt, derzufolge der fachlich zweifelsfrei einschlägig zuständige Ausschuss für für Stadtplanung, Bauwesen, Umwelt und Verkehr (PLUV) nicht mit der Steinbruch-Erweiterung befasst werden sollte. Die erfreulicher Weise noch am selben Tag von der Pressestelle übermittelte Antwort lautete wörtlich:

„Das Thema der Steinbruch-Erweiterung ist im Bereich des Amts für Wirtschaft und Liegenschaften angesiedelt und wird somit nicht vorrangig im PLUV beraten“. Laut Einladung zum PLUV, der am 4.2.2026 öffentlich ab 17:30 Uhr im Rathaus-Sitzungssaal (Seiteneingang Rossstrasse, III. OG) tagt, kommt die Steinbruch-Erweiterung jetzt doch auch dort zur Sprache. Das ist natürlich eine erfreuliche Kehrtwende. Die aber die Frage aufwirft, wieso es einer Presseanfrage bedarf, bevor von der Stadtverwaltung politisch und rechtlich zwingend erforderliche Verfahrenswege eingehalten werden.