Wie sichert man das kulturelle Erbe für kommende Generationen? Dieser Frage gehen derzeit drei Schülerpraktikanten der elften Jahrgangsstufe vom Gymnasium am Römerkastell und der IGS Sophie Sondhelm nach. Während eines zweiwöchigen Praktikums bei der Denkmalschutzbehörde der Kreisverwaltung erhalten sie spannende Einblicke in die Arbeit des Denkmalschutzes. Die Nachwuchs-Denkmalschützer sind aktuell in der Stadt Bad Kreuznach unterwegs, um den Zustand historischer Gebäude zu dokumentieren und bei der Vorbereitung von Bescheiden für Eigentümer mitzuwirken.

„Wir wollen, dass die Praktikanten nicht nur passiv zuschauen, sondern aktiv mitwirken und echte Erfahrungen sammeln. Dabei erleben sie, dass Denkmalschutz auch schon mal eine detektivische Arbeit sein kann, denn ein Teil der Aufgabe ist die Dokumentation des Zustands unseres kulturellen Erbes“, erklärt Dirk Reimann von der Unteren Denkmalschutzbehörde. Ein besonderes Highlight erlebten die Schülerinnen und Schüler bereits in den ersten Tagen ihres Praktikums:
Architekt Sandro Ferri führte die Gruppe exklusiv u.a. zum frisch sanierten ältesten Brückenhaus in Bad Kreuznach. Ein Vorzeigeprojekt des Denkmalschutzes in der Region. Die Jugendlichen erhielten dabei aus erster Hand Einblicke in die besonderen Herausforderungen bei der behutsamen Modernisierung historischer Bausubstanz. „Es ist spannend zu beobachten, wie die jungen Menschen mit offenen Augen die historischen Gebäude betrachten und dabei ihren ganz eigenen Blickwinkel haben“, berichtet Reimann.
Die Praktikanten werden in den kommenden Tagen im Stadtgebiet Bad Kreuznach und an anderen Orten im Landkreis aktiv sein, um den Erhaltungszustand verschiedener denkmalgeschützter Objekte zu erfassen. Dabei lernen sie, worauf es bei der Beurteilung von Gefährdungen oder Risiken für die Gebäudesubstanz ankommt. Das Praktikum ist Teil einer Initiative der Kreisverwaltung, jungen Menschen Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu eröffnen und gleichzeitig das Bewusstsein für den Wert des kulturellen Erbes zu stärken.
Quelle und Bild: Kreisverwaltung Bad Kreuznach
