Es war ein aus Saudi-Arabien stammender Mann, der mit seinem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt am 20.12.2024 die abstrakte Terrorgefahr praktisch konkretisiert hat. Und den Kommunen bundesweit zusammen Milliardeninvestitionen in die Sicherheit von Volksfesten und Großveranstaltungen aufgezwungen hat. Der Täter steht aktuell vor Gericht. Und in Bad Kreuznach werden weitere 125.000 Euro für die Beschaffung von Schutzpollern ausgegeben. Wörtlich begründet das de Verwaltung damit, die „Terrorsperren werden benötigt, um Leib und Leben zu schützen“.

In der von ihm unterzeichneten Beschlussvorlage stellt der zuständige Ordnungsdezernent Markus Schlosser fest, dass es dafür „eine Landesförderung nicht gibt“. Es gebe allerdings die Möglichkeit der „interkommunalen Zusammenarbeit: hier müssen sich mindestens drei Kommunen zusammenschließen, um den Zuschuss zu erhalten. Eine Einigung über eine gemeinsame Beschaffung im Rahmen einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung soll bis spätestens Ende März diesen Jahres erfolgen“. Mit den entsprechenden möglichen Kooperationspartnern aus dem Landkreis Mainz-Bingen sei die Stadt im Gespräch.
Allerdings ist es dann „definitiv zu spät, um Poller für die Fastnacht 2026 zu kaufen“, stellt Schlosser fest. Sollte es zum geförderten Kauf zusätzlicher Poller kommen, würden diese „bei Veranstaltungen, die in den Kommunen zeitgleich ablaufen“, eingesetzt. Da die Da die Terrorsperren zum Schutz von Leib und Leben eingesetzt werden, sei – so Schlosser – deren Anschaffung auch ohne genehmigten Stadthaushalt 2026 in der sogenannten vorläufigen Haushaltsführung möglich. Der städtische Finanzausschuss hatte der Ausgabe bereits in seiner Sitzung am 12.1.2026 zugestimmt.
