Defekte Parkscheinautomaten im Kohleweg verärgern Kund*Innen

„Wenn schon alles parkgebührenpflichtig ist, sollten auch die Automaten funktionieren!“ Jasmin K. aus Auen hat ihrem Ärger in den Sozialen Medien Luft verschafft. Und damit große Aufmerksamkeit erzielt. Ihr Erlebnisbericht vom Parken im Kohleweg fand vielfältige Unterstützung: „wieder auf dem Schotterparkplatz Geld eingeschmissen für nix. Frage mich was das soll. Das nervt langsam wirklich“. Die Parkplatz-Kundin der städtischen BGK GmbH fordert neben funktionsfähigen Parkscheinautomaten auch eine sichere Befahrbarkeit im Kohleweg. Der stellt die Nutzer*Innen diesbezüglich tatsächlich vor erhebliche Herausforderungen.

Es gibt über 2.000 Jahre alte Römerstrassen, die noch heute in einem besseren Zustand sind, als der Kohleweg.
In diesem Abschnitt des Kohleweges kommt es bei Regen und Kälte immer wieder zu gefährlichen Situationen, weil einige Fahrzeugführer*Innen das Fahren auf Kopfsteinpflaster nicht mehr gewohnt sind.

Es gibt dort Schlaglöcher mit mehr als 10 Zentimeter Tiefe. Dann einen Abschnitt, dessen Oberfläche mit historischen Pflastersteinen belegt ist, die bei Regen und Kälte wie eine Rutschplatte wirken. Trotzdem sind die Parkgebühren gleich hoch wie auf dem Neuruppiner Platz: kein Anreiz zum Parken außerhalb der Innenstadt. Tourismusbeitrag-so-nicht.de hat dazu die Stellungnahme der BGK eingeholt. Diese ist sehr informativ und erfreulich ausführlich: „im Kohleweg stehen insgesamt fünf Parkscheinautomaten. Die Parkscheinautomaten werden z.T. mit Solar-Panel und Batterie im Sockel des Automaten betrieben oder sind direkt an der Stromversorgung angeschlossen.

Im Kohleweg stehen Parkscheinautomater mit …
… und ohne Solarmodul.

In der kalten und dunklen Jahreszeit kommt es häufiger vor, dass die Batterien getauscht werden müssen. Insbesondere in den frühen Morgenstunden, wenn es noch nicht hell ist, aber eine Vielzahl an Parkscheinen gelöst werden. Der Parkscheindrucker hat den höchsten Energieverbrauch und nutzt daher früh morgens den Strom aus der Batterie. Weitere Störungen treten auf, wenn Kunden keine zulässigen Münzen und Fremdkörper o.ä. in die Automaten einführen. Oftmals lösen auch Kleberückstände an Münzen diese Fehler aus. Auch kommt es vor, dass Kunden bereits vor dem Ausdruck nach dem Parkschein im Ausgabefach „fischen“ und somit der Parkschein sich in dem Fach verheddert und nicht in die Ausgabe fällt.

Der Parkscheinautomat Nr. 132 hatte am 14.1.2026 eine Störung in der Münzverarbeitung. Gemeldet wurde uns diese Störung gegen 12:45 Uhr, ein Mitarbeiter der BGK-Parken war gegen ca. 13:05 Uhr mit der Störungsbeseitigung fertig. Im Tarifschild der Parkscheinautomaten ist erklärt, wie man sich im Störfall „Außer Betrieb“ zu verhalten hat. Sollte ein weiterer Parkscheinautomat in nächster Nähe sein, so ist dieser aufzusuchen und ein gültiges Parkticket zu lösen. Ist kein Parkscheinautomat in der Nähe, so ist im Tarifschild abgedruckt, das eine Parkscheibe über 2 Stunden ausgelegt werden kann. Weiterhin ist die Rufnummer für die Störungshotline (0671) 99 18 00 angegeben, unter der man die Störung sofort melden kann.

In der Regel sind die Automaten innerhalb 30 Minuten wieder repariert, wenn uns über den offiziellen Meldeweg eine Störung erreicht. Bei größeren Schäden, z.B. Anfahr- oder Vandalismusschäden, dauert die Störungsbeseitigung – je nach Umfang der Störung – länger. Im vergangenen Jahr musste ein Parkscheinautomat im Kohleweg vollständig ersetzt werden, da dieser aufgrund eines Aufbruchsversuchs teilweise vollständig zerstört wurde und daher die Instandsetzung nicht wirtschaftlich war. Geld konnte nicht entwendet werden. Die Schäden sind je nach Standort größer, als der Kassetteninhalt, da die Automaten regelmäßig entleert werden“.