Krasser Behördenfehler: veränderte Radien des neuen Autobahnkreuzes nicht berücksichtigt

Der Fall hat sich am späten gestrigen Mittwochabend (14.1.2026) gegen 23:40 ereignet, weshalb kein aussagekräftiges Bildmaterial vorliegt. Ist aber durch die Polizeiautobahnstation (PAST) Heidesheim umfangreich dokumentiert. So dass hier nichts mehr unter den Teppich gekehrt werden kann. Für den Umstand, dass kein Sachschaden entstanden ist, muss dem Lkw-Fahrer gedankt werden. Der steuerte einen Großraum- und Schwertransporter (GST) beladen mit der Turmsektion einer Windkraftanlage auf der A 60 in Fahrtrichtung Bingen. Und wollte seiner amtlich genehmigten Fahrtstrecke folgend am Autobahnkreuz Mainz- Süd auf die A 63 in Fahrtrichtung Kaiserslautern abfahren.

Dabei stellte der 56jährige Fahrer fest, dass durch den Umbau des Autobahnkreuzes und die nun neu entstandene Streckenführung der Kurvenradius der Abfahrt für den GST mit dessen genehmigten Abmessungen nicht mehr ausreicht. Noch bevor es zu Schäden am Fahrzeuggespann oder Verkehrseinrichtungen kam, stoppte der Fahrer und blockierte hierdurch den Abfahrtsast der A 60 zur A 63. Der Fahrer konnte nach Absprache und mit Hilfe der Streife der Autobahnpolizei Heidesheim den GST letztlich erfolgreich aus dem Kurvenbereich der Abfahrt zurücksetzen und auf dem ausreichend breiten Seitenstreifen vor der Abfahrt verkehrssicher abstellen.

Für das Rücksetzen des GST musste die Fahrbahn der A 60 für etwa zehn Minuten voll gesperrt werden. Die Überleitung zur A 63 war für etwa eine Stunde komplett blockiert. Der Verkehr wurde hierdurch jedoch nicht erheblich beeinträchtigt. Es kam zu keiner Beschädigung von Verkehrseinrichtungen. Die Weiterfahrt wurde dem Fahrer bis zur Einholung einer neuen Genehmigung untersagt. Durch den verantwortungsbewusst handelnden Fahrer wurden alle Bestimmungen der Genehmigung hinsichtlich Fahrtstrecke, genutzte Fahrzeugkombination sowie Abmessungen und Gewichte eingehalten. Augenscheinlich kam es durch einen Fehler im Genehmigungsverfahren der zuständigen Behörden zu dem Vorfall.

Quelle: Polizeiautobahnstation Heidesheim