Am gestrigen Sonntagmittag (11.1.2026) kontrollierten Beamte der Polizeiautobahnstation Gau-Bickelheim gegen 13 Uhr einen Audi mit deutschen Kennzeichen auf der A 61 bei Waldlaubersheim. Im Rahmen der Verkehrskontrolle händigte der 46jährige Mann aus dem Raum Kassel einen italienischen Führerschein aus. Abfragen ergaben, dass der Mann in der Vergangenheit mal im Besitz eines deutschen Führerscheins war, diesen aber aufgrund einer Fahrt unter Alkoholeinfluss abgeben musste.

Für die eingesetzten Beamten vor Ort war somit klar, dass dies ein Fall des sogenannten „Führerscheintourismus“ sein könnte. Anstatt sich in Deutschland einer aufwendigen und dazu noch teuren medizinisch-psychologischen-Untersuchung (MPU) zu unterziehen, wird sich meist im benachbarten Ausland ein günstigerer europäischer Führerschein besorgt, um eben diese MPU zu umgehen. Was den meisten jedoch nicht bekannt ist: dieser ausländische Führerschein besitzt nur dann eine Gültigkeit in Deutschland, wenn zusätzlich bestimmte und erschwerte Anforderungen erfüllt werden.
Für den 46jährigen führte die Kontrolle allerdings noch zu schwerwiegenderen Konsequenzen. Nicht nur, dass sein italienischer Führerschein in Deutschland nicht anerkannt werden kann. Das Dokument war darüber hinaus auch noch eine Totalfälschung und wurde so nie behördlich ausgestellt. Gegen den Fahrzeugführer wurden deswegen mehrere Strafverfahren eingeleitet. Die Weiterfahrt wurde untersagt und der italienische Führerschein sichergestellt.
Quelle: Polizeiautobahnstation Gau-Bickelheim
