Leserbrief des Bernd Burghardt zur Bettensteuer

Leserbrief von
Bernd Burghardt

„Zitat Faire Liste: „In Freiburg und Erfurt haben sich seit der Einführung der Bettensteuer die Übernachtungszahlen erhöht.“ Nun muss sich Bad Kreuznach bei den Reparatur- und Erneuerungsmaßnahmen an der Infrastruktur mächtig sputen, denn logischerweise lassen die Einführung der Bettensteuer zusammen mit der bereits vollzogenen Erhöhung der Grundsteuer sowie der Parkgebühren für Bad Kreuznach eine explosionsartige Steigerung der Besucherzahlen erahnen. Schließlich gönnen sich Gäste sonst nichts! Soweit die statische Betrachtung der Fairen Liste.

Doch bei dynamischer Denkweise dürften bspw. Leonardo Hotel, Sympathie- Hotel Fürstenhof oder Parkhotel Kurhaus vor dem Hintergrund dieser Prognosen durch gelungene Erweiterungsbauten deutlich mehr an Bettensteuer in die Stadtkasse spülen, als demnächst veranschlagt werden könnte. Dagegen sollte der Einbruch der Gewerbesteuer nur eine schnöde Schneeflocke sein. Wann endlich wird sich trotz langer politisch motivierter Wunschlisten die Fähigkeit etablieren, zwischen nice to have und unaffordable zu unterscheiden? Abschließend ist festzustellen, dass das Märchen über die elementare Bedeutung von Bäderhaus und Therme für die Existenz von Bad Kreuznach nun endlich auch bei der Fairen Liste angekommen ist.

Diese Aussage können wir ja frei von jeglichen Belegen auf der Basis von Gefälligkeitsgutachten seit Jahren im Stadtrat hören, obwohl der Zuschussbedarf jährlich sichtbar auf dem Tisch liegt. Und die Zahlenspiele mit erwartbaren Übernachtungsumsätzen und der daraus resultierenden möglichen Einnahme von Bettensteuer sind letztlich wieder ein Beispiel dafür, dass Politik sich lieber aus fremden Taschen bedient statt vorher und vordringlich finanzielle Fehlentscheidungen final zu korrigieren. Das ist wirklich so schade!“