Seit Jahren setzt tourismusbeitrag-so-nicht.de den Missbrauch von Bushaltestellen durch Pkw- und Lkw-Fahrer*Innen in der Innenstadt ins Bild. Weil die zuständigen Behörden untätig bleiben ändert sich … nichts. Da werden auf der eine Seite allein von der Stadt Bad Kreuznach alljährlich siebenstellige Steuergeldbeträge zur Subvention des Busbetriebes für die KRN ausgegeben. Die durch die Ahndung von Verkehrsordnungswidrigkeiten leicht mögliche Refinanzierung von Teilbeträgen erfolgt allerdings nicht. Ob am Bourger Platz, in der Wilhelm- oder der Salinenstrasse:
Alltäglich werden Bushaltestellen zu Parkplätzen umgenutzt. Einen krassen Fall konnte unser Fotograf am gestrigen Dienstagnachmittag (6.1.2026) in der Rossstrasse ins Bild setzen. Dort dreht seit dem August 2024 „Kurti“ seine Runden. Der Citybus soll Menschen aus dem Kurgebiet und der Innenstadt schnell zum Bahnhof bringen. Und umgekehrt. Ohne Rücksicht auf Verluste parkte ein Pkw vor dem Bus. Und behinderte so seine Weiterfahrt. Auf das Hupen des Busfahrers erfolgte nicht die geringste Reaktion der Person am Steuer.


Der Busfahrer war daher gezwungen auszusteigen und am Pkw persönlich vorstellig zu werden. Daraufhin wurde der Pkw ein Stück nach vorne versetzt. Um nach der Abfahrt des Busses wieder rückwärts in die Bushaltestelle einzufahren. Hinweis: in dieser Zeit standen etwa in 20 Meter Entfernung am Mühlenteich fünf freie Parkplätze zur Verfügung. Und dann wundern sich die Kommunalpolitiker*Innen über die Unzufriedenheit in der Bevölkerung über die Unpünktlichkeit des ÖPNV. Warum ist die Stadt Bad Kreuznach überhaupt an der KRN-Busgesellschaft der Landkreise Mainz-Bingen und Bad Kreuznach beteiligt?


Stadtratsmitglied Jürgen Locher (Die Linke) verteidigte die jährliche Millionensubvention aus dem defizitären Stadthaushalt mit der Behauptung, nur wer Mitgesellschafter sei, könne Einfluss nehmen. So sieht jetzt also der Einfluss der Stadt Bad Kreuznach aus: Pkws parken Bushaltestellen zu. Übrigens. Jürgen Locher hat die massive Behinderung des Busverkehrs nicht ein einziges Mal in den den zuständigen städtischen Gremien (Stadtrat und Planungsausschuss) zur Sprache gebracht und Abhilfe beantragt.


