Die Wetterlage kommt dieser technischen Störung sehr entgegen: keine Niederschläge – keine Hochwassergefahr. Trotzdem machen sich einige Einwohner*Innen Gedanken, warum nun schon seit Wochen der Nahepegel Bad Kreuznach nicht funktioniert. Dessen Daten werden, wie die aller anderen Messtationen im Einzugsgebiet der Nahe, vom Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz vorbildlich transparent präsentiert und kommentiert. Unter hochwasser.rlp.de/flussgebiet/nahe können sich alle, die es interessiert, rund um die Uhr mit ständig aktualisierten Daten informieren.

Betreiber des Pegels Bad Kreuznach und damit verantwortlich für die Betriebsbereitschaft ist die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord (Regionalstelle Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Bodenschutz Koblenz). Und die wird, so das Landesamt für Umwelt, in dieser Woche den Grund für den Ausfall zu ermitteln suchen. Bei der Sanierung der Alten Nahebrücke vor rund zehn Jahren war unter dieser ein Radar-Sensor (damals als zweites Messsystem) angebracht worden. Aktuell ist dieser ausgefallen. Die Ursache dafür ist laut Landesamt noch nicht bekannt.

Seit wann die ursprüngliche Pegelmessung nicht mehr funktioniert, ist allerdings bekannt. Dabei handelte es sich um eine Drucksonde. Diese verlor ihre Funktion laut Landesamt bei Arbeiten „im Zuge der Sanierung der Nahe-Brücke vor einigen Jahren“. Mehrere Versuche, die Funktionsfähigkeit wiederherzustellen, blieben demnach erfolglos. Aus diesem Grund habe das redundante System zurückgebaut werden müssen. Durch eine Verlegung aus dem Ruderhaus auf die Brücke soll die Redundanz wieder hergestellt werden.
