Die mit Abstand ökologischste, (für andere Verkehrsteilnehmer*Innen:) ungefährlichste und für die Stadtgemeinschaft kostengünstige Fortbewegungsmethode ist: zu Fuss. Das war schon vor 100 Jahren so, weshalb sich innerstädtisch der Bau von sogenannten Gehwegen durchgesetzt hat. Die sich auf denen bewegenden Menschen werden allerdings – trotz eindeutiger, entgegenstehender Ver- und Gebote, u.a. von Roller-, Rad- und Autofahrenden tagtäglich gefährdet. Nur weil die Fußgänger*Innen als schwächste Verkehrsteilnehmer*Innen aus eigenem Interesse für die anderen mitdenken und – handeln, kommt es zu vergleichsweise wenig Unfällen. Doch die Unzufriedenheit der Betroffenen ist groß.

Das haben einige in der Kommunalpolitik erkannt. In den städtischen Gremien wird daher regelmäßig wortstark mehr Verwaltungsengagement für die Fußgänger*Innen gefordert. Den großen Worten angemessene Taten folgen leider nicht. Auch deshalb kam gestern im Schwabenheimer Weg ein älterer Herr auf dem Gehweg vor der Autowaschanlage ins Rutschen. Denn trotz Minustemperaturen wird dort die durch das Tropfwasser frisch gewaschener Fahrzeuge hervorgerufene Eisbildung nicht verhindert / beseitigt. Kein neues Thema. Das ist dort schon bei Minusgraden schon seit Jahren so. Unser Fotograf hat dem Mann auf die Beine geholfen. Und dann die Gefahrenstelle im Bild dokumentiert.
Aufgrund der schlechten Erfahrungen der Vorjahre drängt sich die Frage auf: warum wird hier nicht kontrolliert? Wenn der Betreiber der Waschanlage von selbst nicht darauf kommt, dass sein Betrieb Passanten gefährdet, kann er vielleicht mit einem Bußgeld dazu bewegt werden, nicht nur an seine finanziellen Interessen zu denken. Jene Bürger*Innen, die im heute ablaufenden Jahr dafür zahlen mussten, dass sie ihrer Verpflichtung zur Beseitigung von Unkraut vor ihren Grundstücken nicht vollumfänglich nachgekommen sind, wird es besonders ärgern, dass die selbe Verwaltung lebensgefährliche Rechtsverstösse tatenlos hinnimmt.
(*) Seit Ende 2017 hat die Redaktion dieser Seite den Behörden und Ämtern vor Ort, insbesondere der Stadtverwaltung, bis heute zusammen über 500 Hinweise auf Gefahrenstellen und Verbesserungsvorschläge vorgelegt. Nicht über 10% davon haben wir berichtet. Auch um die Amtspersonen nicht zu sehr unter Druck zu setzen. Passiert ist in vielen Fällen leider … nichts. Daher gehen wir jetzt einen anderen Weg:
Wir machen uns nicht mehr die Arbeit uns mit teils unmotivierten Verantwortungsträger*Innen abzusabbern. Sondern veröffentlichen, was uns – und der Leserschaft – auffällt. Und berichten über Ergebnisse – wenn wir davon Kenntnis erhalten. Wer mithelfen möchte, Stadt und Kreis Bad Kreuznach ein kleines Stück besser zu machen, ist herzlich eingeladen, sich mit seinen Ideen, Anregungen und Hinweisen zu melden (bitte reine Textnachrichten ohne Bilder senden) bei tourismusbeitrag-so-nicht@gmx.net
