Sehr beruhigend: Niedrig- statt Hochwasser in den Flüssen + Bächen der Region

Vor allem für die älteren Mitbürger*Innen, die in der Nähe von Bächen und Flüssen der Naheregion leben, ist das in diesen Tagen eine gute Nachricht: aktuell besteht keine Hochwassergefahr. Die Pegel fallen auf in der Winterzeit vergleichsweise niedrige Werte. Der für Bad Kreuznach ist zwar seit Tagen ausgefallen. Aber wichtig sind ja jene flussaufwärts. Und die liefern sehr beruhigende Werte. So liegt der von Boos seit vier Tagen unter 60 Zentimeter. Zum Vergleich: beim Silvesterhochwasser 1981 waren es 5,94 Meter.

Daran erinnern viele Menschen sich mit Schrecken: das Hochwasser am 21.12.1993.

Und beim für die Innenstadt verheerenden Hochwasser am 21.12.1993 wurden 5,68 Meter gemessen. Diese historischen Daten machen deutlich, dass es trotzdem erforderlich ist wachsam zu bleiben. Das lehrt die Rückschau auf die vergangenen 45 Jahre. Da gab es in den fünf Wochen um den Jahreswechsel häufiger Hochwässer mit extremen Nahewasserständen. Nach dem Silvestertag 1981 am 21.12.1993 mit 839 cm, am 23.1.1995 mit 755 cm, am 3.1.2003 mit 730 cm, am 7.1.2011 mit 708 cm, am 5.1.2022 mit 584 cm und am 4.1.2024 mit 580 cm.

Nur zur Erinnerung. Das für die Stadt folgenschwerste Hochwasser mit der größten Zahl an dokumentierten Toten und zerstörten Häuser fand vor mehr als 300 Jahren am 12.5.1725 statt. Bemerkenswerterweise war es keines der Nahe. Sondern des Ellerbaches. In der Nikolauskirche am Eiermarkt stand das Wasser damals gut 1,6 Meter hoch. Zum Vergleich: am 21.12.2993, als das mit 8,39 Metern höchste Hochwasser der Neuzeit die Innenstadt traf, erreichte das Wasser lediglich die Eingangsstufen des Gotteshauses.