Vor einigen Wochen beschäftigte ein Videoclip die Menschen in und um Bad Kreuznach. Unter dem Titel „Kreuznach, mein Kreuznach“. Darin wurde an Zeiten erinnert, in denen die Nahemetropole eine größere Bedeutung hatte, als heute. Und aktuelle Bilder der Stadt gezeigt. Bei weitem nicht so brutal ehrliche, wie sie tourismusbeitrag-so-nicht.de seit Jahren etwa von den Containerstandorten veröffentlicht. Neben einer überwältigenden Zahl an zustimmenden Kommentaren, gabs natürlich auch die typischen Nestbeschmutzer-Vorwürfe gegen den Ersteller des Filmchens.

Und die hundertste Ankündigung der Verantwortlichen Missstände abzustellen. Passiert ist wie in den Jahren zuvor … nichts. Daher präsentiert sich Bad Kreuznach in den Tagen vor Weihnachten zwiespältig. Da gibt es einerseits die wirklich gelungene Dekoration in der Fussgängerzone, mit dem Meine-Stadt-Weihnachtsbaum, den Lichterketten und dem Engagement vieler Anwohner*Innen und Geschäftsleute. Und auf der anderen Seite lassen die zuständigen Verwaltungen zu, dass Passanten und Gäste auf dem Weg dorthin Müll und Verwahrlosung ansehen müssen.

Traurige Bilder, die sich bis in die Wohngebiete ziehen. Dort beklagen die Bewohner, je nach Sozialstruktur teils schlimme Zustände: Vermüllung, Verdreckung, Verwahrlosung. So liegt an vielen Stellen Rattenfutter in Form von Lebensmittelresten herum. Auch das rücksichtslose Verhalten von Hundehaltern, die ihre Vierbeiner überall hinkacken lassen, ohne sich um diese Hinterlassenschaften zu kümmern. Und, bis gestern vor allem in der historischen Neustadt beklagt: teilverdaute Ausscheidungen menschlicher Herkunft auf Gehwegen und an Hauswänden.


