Bei einem Teil der Bevölkerung löst diese Nachricht Freude aus. Andere sind enttäuscht, dass die Bad Kreuznacher Stadtverwaltung kein Zeichen in eine andere Richtung setzt. Feuerwerk gehört für viele Menschen zum Jahreswechsel. Gleichzeitig wird es zunehmend kritisch betrachtet. Auch in diesem Jahr spricht die Stadt Bad Kreuznach kein generelles Verbot für Silvesterfeuerwerk aus, ruft jedoch zu umsichtigem Verhalten auf. „Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger, Feuerwerkskörper nur an sicheren Orten und mit der gebotenen Vorsicht abzubrennen, damit weder Menschen verletzt noch Sachschäden verursacht werden“, betont Oberbürgermeister Emanuel Letz.

Zudem sei jeder Einzelne gefordert, verantwortungsbewusst abzuwägen, ob und in welchem Umfang Feuerwerk angesichts von Lärm-, Umwelt- und Gesundheitsschutz sinnvoll sei. „Viele Haus- und Wildtiere leiden unter den lauten Knallern – das sollten wir nicht vergessen“, fügt Letz hinzu. Zugleich zeigt er Verständnis für all jene, die den Jahreswechsel traditionell mit Raketen und Böllern feiern möchten. Das Zünden von Feuerwerkskörpern ist am 31. Dezember und 1. Januar grundsätzlich erlaubt und bedarf keiner Genehmigung. Abgebrannt werden dürfen sie ausschließlich von Volljährigen.
Zum Schutz vor Bränden ist das Abbrennen jedoch in der unmittelbaren Nähe von Kirchen, Kindergärten, Seniorenheimen sowie besonders brandempfindlichen Gebäuden wie Fachwerkhäusern untersagt. Die rechtliche Möglichkeit, Feuerwerk in dicht besiedelten Bereichen zu verbieten, bezieht sich vor allem auf große Metropolen. In der Bad Kreuznacher historischen Neustadt und rund um die Brückenhäuser erkennt die Stadtverwaltung derzeit keine Gefahrenlage, die ein generelles Verbot rechtfertigen würde. Die Stadtverwaltung muss sich allerdings fragen lassen, warum sie wieder einmal darauf verzichtet an den drei Feuerwerks-Verkaufstagen ein deutliches Präventions-Zeichen zu setzen.
U.a. mit massiven Kontrollen in den Verkaufsstellen, um wenigstens den Verkauf von Böllern und Raketen an Minderjährige einzudämmen. Auch die Beschränkung auf die bereits im Verkehrsbereich als verantwortungslos überführte Naivität von bloßen Appellen, wird von einem Teil der Bürgerschaft kritisiert. Es ist halt wie in vielen anderen gesellschaftlich umstrittenen Bereichen auch: es muss vor Ort erst etwas sehr Unerfreuliches passieren, bis eine ernsthafte Beschäftigung mit den Themen beginnt. Schade.
Quelle: Stadtverwaltung Bad Kreuznach
